Du kannst.

Du kannst.

Leben ist ja Veränderung, ständiger Wandel und immer wieder Lernen. Du lernst dich dabei von verschiedenen Seiten kennen, entdeckst Eigenschaften, die du vorher nicht kanntest und überrascht dich wahrscheinlich öfter selbst, wie und was du alles schaffst.

Im Besondern wird das bewusst durch das MAMAsein. Wenn du in diese „neue Rolle“ schlüpfst, bzw. sie dazu bekommst zu deiner Rolle als Frau, Partnerin, Tochter, Kollegin ,…. hast du schon allerhand Fähigkeiten erworben, Kompetenzen in verschiedensten Bereichen, kennst dich als Persönlichkeit und bist im besten Fall auch noch zufrieden damit.

Nun wird die Rolle als Mama noch mehr in dir zum Vorschein bringen. Noch mehr als du jemals zu träumen gewagt hast. Und eins sei gleich verraten: es sind nicht nur positive Facetten. 

Es ist okay, ja WUNDERBAR, sich zu verändern, sich zu entwickeln und anders zu werden (ich finde den Wunsch „Bleib, wie du bist!“ ja geradezu katastrophal, auch wenn er meist nett gemeint ist). Es ist sich zu hinterfragen und reflektiert zu sein, neugierig zu bleiben und vor allem dich immer wieder selbst zu überraschen mit allem, was da aus dir heraus kommt. 

Was du denkst.
Wie du fühlst.
Was du brauchst.
Wie du handelst.
Was du kannst.

Mit einer Hand kochen? Kannst du.
Monatelang keine Nacht durchschlafen? Kannst du.
Unpünktlich (oder gar nicht mehr) bei einem Termin auftauchen? Kannst du.
Stillend durchs Haus laufen, weil das Ältere gerade aufs Klo muss? Kannst du.
Mit einem Fuß die Wippe außerhalb der Dusche schaukeln, während du dich wäscht? Kannst du.
Noch mehr Wäsche waschen, diese nicht bügeln und trotzdem anziehen? Kannst du.
Eiskaltes Essen gut finden, weil es zumindest Essen ist? Kannst du.
Einen Wutanfall über den mit Tomatensaft dekorierten Hochfloorteppich bekommen und durch ein Lächeln und ein kleines Wort der Dekorateurin versöhnt werden? Kannst du.
Das „Gemälde“ des Zweijährigen an der frisch gestrichenen Wohnzimmerwand einrahmen statt es zu übermalen oder abzuwischen? Kannst du.
Unendliche Liebe zum Kind spüren und gleichzeitig so erledigt sein davon? Kannst du.
Deine Grenzen verschieben was Toleranz, Geduld, Ausdauer, Freude, Liebe usw. betrifft? Kannst du.
Und wirst du.

Mama sein ist oft schwierig, herausfordernd, ermüdend, nervtötend und zermürbend – und es ist auch belebend, lustig, einfach, herzerwärmend und interessant.

Es zeigt dir jeden Tag ein Stück mehr, wer du bist.
Es zeigt dir jeden Tag ein Stück mehr, was du kannst.
Es zeigt dir jeden Tag ein Stück mehr, wofür du stehst.
Was hast du schon gelernt?
Wo hast du schon deine Grenzen verschoben?
Wenn du es teilen magst, bitte gern in den Kommentaren …

MAMA – established 2004

MAMA – established 2004

MAMA WERDEN.

Es ist bald 15 Jahre her, dass ich Mama wurde. So wie für jede Frau, war es auch für mich ein einprägsames Erlebnis, das fast nicht in Worte zu fassen ist. Ich versuche es hier trotzdem.

Du hast einen wunderbaren Partner und es gibt den gemeinsamen Wunsch, eure Liebe lebendig werden zu lassen. Dann hast du auch noch das große Glück gleich schwanger zu werden und neuen Monate lang das unfassbare Wunder zu erleben, wie ein Kind in dir heranwächst. Du liest Bücher, informierst dich über dies und jenes, ein bisschen Schwangerschaftsyoga, Geburtsvorbereitung und Austausch, hast dir schon ein paar Prinzipien zurecht gelegt und glaubst, du weißt, was auf dich zukommt.

Dann kommt der Tag.
Du weißt vorher nicht, wann es losgeht. 
Du weißt vorher nicht, wie es losgeht.
Du weißt vorher nicht, wo es losgeht.
Du weißt vorher nur – oder hoffst – dass es (bald) losgeht.
Hier lernst du schon die erste Lektion:
Du kannst nicht alles kontrollieren.

Es braucht eine große Portion Vertrauen, die Gelassenheit alles anzunehmen wie es kommt, die Überzeugung, dass dein Instinkt und dein Körper dir sagen, was zu tun ist, eine scharfe Beobachtungsgabe, die Sicherheit, sich auf die eigene Intuition verlassen zu können und den Mut, was auch immer es braucht, zu fordern oder es auszudrücken. 

Es braucht Weichheit, Hingabe und Geduld. 

Drei Eigenschaften, die du auch als Mutter gut brauchen wirst.
Und dann, doch irgendwie PLÖTZLICH, ist das Wunder greifbar und da. Das Baby ist geboren. Die natürlichste und gleichzeitig faszinierendste Sache der Welt macht dich zur MAMA
In den hormonellen Tsunamis der ersten Zeit gilt es, sich erst mal in Ruhe zusammen zu finden. Als Familie aufeinander einschwingen, das Mobile in die Harmonie kommen lassen.

Jede Frau und jede Familie braucht dazu was anderes. Um zu wissen, was das für dich und euch ist, benötigt man viel Selbstempathie, gute Ohren für die innere Stimme und ein Umfeld, das einen diese Dinge gut erforschen lässt ohne zu viele, zu gut gemeinte RatSCHLÄGE.

Es ist ein Abenteuer, Kinder zu bekommen und Kinder zu haben. Ein aufregendes, anstrengendes, überraschendes, turbulentes, tiefgründiges, herzerwärmendes Abenteuer, dass dich wachsen und reifen lassen wird und dich für immer zu einer anderen Person macht. 

Einer noch besseren Version von dir selbst.
Wie hat dich das MAMA werden verändert?

Ich freu mich auf deinen Kommentar!

Mensch. MAMA.

Mensch. MAMA.

Ich bin Mama.

Coach. Pädagogin. Taxifahrerin. Köchin. Hausfrau. Ehepartnerin. Managerin. Seelentrösterin. Nachhilfelehrerin. Putzfrau. Sportlerin. Musikerin. Psychologische Beraterin. Richterin. Mediatorin. Krankenschwester. Geliebte. Streitpartnerin. Elternbildnerin. Und noch vieles mehr.
Vor allem aber bin ich MENSCH.
Das ist ein Teil meiner Welt.

Willkommen!

Ich bin Mama.

Coach. Pädagogin. Taxifahrerin. Köchin. Hausfrau. Ehepartnerin. Managerin. Seelentrösterin. Nachhilfelehrerin. Putzfrau. Sportlerin. Musikerin. Psychologische Beraterin. Richterin. Mediatorin. Krankenschwester. Bloggerin. Streitpartnerin. Elternbildnerin. Und noch vieles mehr.

Vor allem aber bin ich MENSCH.

Das ist ein Teil meiner Welt.

Mensch sein heißt für mich, dass ich lebendig bin, aufgeweckt und vielseitig interessiert … und doch faul sein kann, wenn mir danach ist. 

Mensch sein heißt für mich, dass ich mir die Latte hoch lege, ehrgeizig bin und Herausforderungen liebe, alles am liebsten perfekt haben möchte … und mir doch zugestehe, Fehler zu machen, weil etwas nicht so geklappt hat wie erhofft. 

Mensch sein heißt für mich, dass ich Mitmenschen brauche zum Reden, Halten, Kuscheln, Streiten, Lieben, Blödeln und so vielem mehr … und trotzdem auch gerne alleine sein kann und mag, weil ich mir selbst auch genug bin.

Mensch sein heißt für mich, dass ich nicht nur auf mich selber schaue, auf mein Haus, mein Dorf, meine Stadt, mein Land, sondern dass ich meinen Horizont öffne, meinen Blick über den Tellerrand schweifen lasse und mich als Teil eines „Großen Ganzen“ wahrnehme und – wo immer es mir möglich ist – auch danach handle … und wenn es nicht gelingt gnädig auf meine eigene Beschränktheit schaue.

Mensch sein heißt für mich, dass wir das, was uns von jedem anderen Leben unterscheidet, die Sprache, nützen als Werkzeug, um uns zu verständigen, um uns zu verbinden, Standpunkte austauschen, seine Meinung zu sagen, auch um Widerstand zu leisten, Menschen zu begeistern, zu stärken, zu inspirieren … um dann auch mal wieder die Klappe halten zu können und in der Stille den Halt zu finden, den es im Getöse der lauten Welt nicht zu finden gibt.

Mensch sein heißt für mich, dass ich beweglich bin und bleibe, körperlich und geistig, dass ich daran arbeite, nicht einzurosten, zu verkrusten in alten Denkmustern und Meinungen, dass ich offen(herzig) bin gegenüber dem Neuen und Unbekannten, dem Beängstigenden und Ungewöhnlichen und dass ich mir zugestehe, dass es manchmal auch schmerzt, wenn man sich so verdreht und Toleranz manchmal ganz schön schwer gelebt ist.

Mensch sein heißt für mich, den Verstand zu benützen, Details zu kennen, sich Wissen in verschiedenen Bereich anzueignen, kritisch zu sein und zu hinterfragen, die Wissenschaft anzuerkennen und zu schätzen … und doch zu wissen, dass es noch viel mehr gibt, was wir mit dem Verstand nicht begreifen können, was wir NOCH nicht wissen, wozu unsere Vorstellungskraft einfach nicht reicht und unser Wissen begrenzt ist.

Mensch sein heißt für mich, eine breite Masse an Emotionen zu kennen, nicht nur „gut“ und „schlecht“, sondern alle Facetten der positiven und negativen Gefühlspalette zu erleben und diese als Quelle des Antriebs zu nützen (ich hasse „sachliche“ Diskussionen) … und den oft gefühllosen, gehetzten Alltag in unserer Leistungsgesellschaft doch zu überstehen.

Mensch sein heißt für mich, großartige Pläne zu schmieden, Ziele zu haben, Visionen, in der Vergangenheit zu schwelgen und über Erlebtes zu lachen, sich erinnern und freuen … um dann mit aller Kraft und mit allen Sinnen wieder ganz im Jetzt zu sein und alles ausblenden zu können, was gestern war und morgen sein wird.

Mensch sein, heißt leben. Alles was für mich dazuzählt, was mich berührt und nachdenklich macht und worüber ich auch öffentlich schreiben möchte, findet sich hier auf dem Blog.

Was heißt Mensch sein für DICH? Ich bin neugierig … also gerne kommentieren!