Langeweile fühlt sich für viele Eltern nach Versagen an – und für Kinder wie eine Zumutung. Doch was, wenn genau darin ein Schatz liegt? In diesem Beitrag zeige ich dir, warum nichts tun manchmal das Beste ist, was deinem Kind passieren kann, wie du es dabei liebevoll begleitest und was das mit diesem vierzig Jahre alten Bild zu tun hat.
Mir ist soooooo fad!
Kaum ein Satz lässt mich als Mama von drei Kindern so widersprüchlich fühlen wie dieser eine. Einerseits bekomme ich augenblicklich ein schlechtes Gewissen: „Bemühe ich mich am Ende nicht ausreichend, meinen Kindern ein anregendes Umfeld zu schaffen?“ Andererseits kocht im selben Moment Wut hoch, weil ich mir zwischen unbezwingbaren Wäschebergen, endlosen Aufräumarbeiten und fordernder Erwerbsarbeit denke: „Mir wär auch gern mal wieder langweilig – an dieses Gefühl kann ich mich gar nicht erinnern!!! Bitte, lass uns tauschen..“.
Im besten Fall folgt dieser inneren Alarmiertheit und meinen Gedanken
„Was sollen wir tun?“
„Muss ich etwas anbieten?“
„Bin ich zu wenig präsent?”
eine abgeklärtere Denkweise aus meinem erwachsenen Pädagoginnengehirn. Das weiß nämlich sehr genau: Langeweile ist kein Zeichen von Mangel. Sondern ein wichtiger Motor für Entwicklung und Kreativität. Unsere Kinder, die mittlerweile fast bis ganz erwachsen sind, wuchsen noch ohne Smartphones und Tablets auf. Seit Bildschirme allgegenwärtig sind, ist die Verlockung enorm, jede Sekunde „sinnloser“ oder ungenutzter Zeit mit Inhalt vollzustopfen. Das verwehrt der nächsten Generation die Entwicklung einer bedeutenden Superkraft: Langeweile auszuhalten.
1. Warum Langeweile eine unterschätzte Superkraft ist
Kreativität wächst auf dem Boden der Langeweile
Wenn meine Kinder einen Satz von mir als Mama besonders gehasst haben, dann den: „Oh, dir ist fad – wie wunderbar. Dir fällt bestimmt demnächst etwas Tolles ein!“ Ich wusste, nachdem ich meine Alarmbereitschaft, wie oben beschrieben veratmet hatte, wie ich reagieren wollte: ihren Gehirnen Zeit geben, eigene Ideen zu entwickeln, ohne vorschnell Reize vorzugeben oder ein Spiel anzuregen.
Ohne sofortige Ablenkung durch Medien oder Aktivitäten (durch Erwachsene initiiert) beginnt die kindliche graue Masse selbst kreativ zu werden – ganz im Sinn eines freien Spiels. Nein, das geht nicht auf Knopfdruck. Ja, die Zeit bis dorthin ist für mich als erfolgsorientierte, durchgetaktete und effiziente Erwachsene oft schwer auszuhalten.
Langeweile als emotionaler Spiegel
Genau dieses „schwer aushalten“ ist schon die nächsten Kompetenz, die dabei trainiert wird (auch bei mir als erwachsene Begleitung!). Mit innerer Leere, Frust und Unruhe umgehen zu können, ist eine wichtige Basiskompetenz beim kreativen Problemlösen und das werden wir bei Gott in einer immer komplexer werdenden Welt gut brauchen können.
Emotionale Entwicklung fördern bedeutet für mich auch, einer anderen Person (auch nicht dem geliebten Kind) jedes unangenehme Gefühl sofort abnehmen zu wollen. Das einzige was wirklich wichtig ist: in Verbindung bleiben und verfügbar sein, damit das Kind erfährt: ich bin auch okay, wenn ich frustriert, gelangweilt und unrund bin.
Wenn ich mich als Mama zurückhalte und es nicht gleich für mein Kind „besser weiß“, kann das junge Leben seine Selbstwahrnehmung entwickeln und für sich selbst nach und nach herausfinden: „Was tut mir gut?“
Selbstwirksamkeit statt Dauerbespaßung
Ich habe mich lange erfolgreich gegen Spielkonsolen und portable Dauerbespaßung in unserer Familie gewehrt. Unsere Kinder liefen dadurch zu kreativen Höchstleistungen auf – zum Beispiel, indem sie alle Geräte, die wir ihnen nicht gönnten einfach selbst bastelten. Ein wenig Karton, Kleber und Kinderfantasie und die erlebte Handlungsfähigkeit wuchs ins Unermessliche. Kinder, die erleben, dass sie sich selbst aus der Langeweile „herausmanövrieren“ können, entwickeln überdies ein stärkeres Selbstvertrauen.
2. Was uns als Eltern so schwerfällt – und warum
Wenn du bis hierher gelesen hast, denkst du vielleicht „wie konnte ich Langeweile jemals negativ empfinden“? Das ALLES will ich unbedingt für mein Kind!
Die Angst vor Stillstand.
In unserer durchgetakteten Welt gibt es Glaubenssätze, die wirksam und nachhaltig dafür sorgen, dass wir Leere oder Stillstand als Rückschritt erleben. Wir leben nicht mehr in einer Leistungsgesellschaft – leisten allein reicht gefühlt schon längst nicht mehr. Wir sind eine Erfolgsgesellschaft – alles muss effizient, ertragreich und extragut sein. So geht Kindheit jedoch nicht. Oft projizieren Eltern ihre eigenen Unruhe auf die Kinder und stopfen jedes Loch im Kalender mit (gutgemeinten) Aktivitäten, Erlebnissen und Programm voll.
Das ist ein ausdrückliches Plädoyer für „faule Elternschaft“ in der richtigen Art und Weise – es gibt ein hervorragendes Buch dazu von Tom Hodgekins , das ich wärmstens empfehle.
Das schlechte Gewissen.
Die meisten Eltern wollen für ihre Kinder das absolut Beste. Dafür strengen sie sich auch oft an. Entwickelt hat sich eine Bespaßungsmentalität, die nicht zuletzt auf Social Media befeuert wird und gleichzeitig tatsächlich relevante elterliche Kompetenzen völlig vermissen lässt.
Schlechtes Gewissen sollten wir haben, wenn wir unsere Kinder nicht gut co-regulieren, unsere eigenen unangenehmen Gefühle nicht managen können oder die Verbindung zum Kind trennen, weil sie nicht unserem Idealbild entsprechen. Definitiv aber nicht, weil wir keinen Ausflug machen, keine Freunde einladen oder keine instagrammable Abenteuer inszenieren.
Die Verwechslung von Bedürfnissen und Wünschen.
Nicht jede geäußerte Idee eines Kindes ist ein echtes Bedürfnis. „Mir ist fad!“ kann bedeuten:
Ich brauche Verbindung.
Ich fühle mich unwirksam / ohnmächtig / hilflos / leer.
Ich bin überreizt und finde keinen Weg heraus.
Eltern brauchen sehr viel Feinfühligkeit, um Kinder hier gut zu begleiten und ihre Aufmerksamkeit nach innen zu richten statt im Außen einfach zu überdecken. Ein Prozess, der Frustration und innere Unruhe einschließt. Die Entwicklungsaufgabe ist, nicht jede „unangenehme“ Emotion lösen zu müssen und die Frustationstoleranz zu erhöhen, damit das Kind lernt in die Selbstwirksamkeit zu kommen.
3. STRATEGIEN für den ALLTAG – wie schaffen wir das nun mit der Langeweile?
„Ich sehe dich“ – ohne eine Lösung anzubieten
Was jedem Menschen gut tut: wenn jemand anerkennt und sieht (auch mit Worten), wie es uns geht: „Aha, dir ist langweilig. Das fühlt sich bestimmt doof an.“ Wirklich hinsehen und hinfühlen hilft. Kein sofortiges Eingreifen und mit einer Idee um die Ecke kommen! Es gilt: genau beobachten, ob und wie viel Impuls nötig ist. Meistens ist weniger mehr und es reicht eine kindgerechte, anregende Umgebung, um den Spieltrieb und die Kreativität zu aktivieren.
Ideenräume statt Entertainment
Lass mich dir als gelernte Elementarpädagogin sagen: wir sind nicht die Alleinunterhalter unserer Kinder! Ich hab praktisch nie in all den Kinderjahren aus eigenem Antrieb eine Bastelarbeit angefangen. Jedes kreative Werk hab ich aber so gut wie möglich unterstützt und begleitet. Was es braucht, damit Ideen entstehen können? Einfache Materialien: Zettel, Schnüre, Kleber, Locher und Stifte. Ein Tisch, wo sie werken können und ganz oft waren Verpackungsmaterial, leere Klopapierrollen oder Jogurtbecher ein fantastischer Zeitvertreib. Von Kastanienrutschen, Bügelperlenapotheken und Jogurtbecher Cocktailbars ist dabei so viel Großartiges entstanden, dass ich heute noch vor Freude heule, wenn ich daran denke.
Ja, das Chaos war zeitweilig selbst für mich (kreativen Geist) unerträglich. Manchmal landete Farbe auf dem neuen Terrassenboden, der ganze Küchentisch war voller Klebstoff und Locherschnipsel verteilten sich bis in die letzte Möbelritze. Und es war jede Sekunde des Aufräumens wert, sie so im Flow zu erleben statt vor platten Bildschirmen geparkt zeitliche Lücken zu füllen.
3 PROFI TIPPS:
Zweckentfremdung von Materialien und Gegenständen zulassen bzw. fördern (Stühle als Zugabteil einsetzen, Schachteln als Spielhäuser, Erde & Sand für die „Matschküche“ erlauben)
Auf vielseitig bespielbares Spielmaterial (Kappla, Konstruktionsmaterial usw) setzen (keine Legosets, wo beinah jeder Baustein nur eine mögliche Verwendung zulässt!)
Konservierung von Spielszenen ermöglichen (nicht jeden Abend alles wegräumen müssen – hat mehrere Vorteile!)
Ich hab schon einmal berichtet, wie mich ein Bastelvorhaben unserer Mittleren komplett ausrasten hat lassen. Überforderung auf beiden Seiten, die mangelnde Umsetztbarkeit und fehlende Skills waren der Grund, warum in dem Fall kein FLOW-Zustand entstand.
Das gelingt, wenn es herausfordernd genug, aber nicht zu schwierig ist und meine Fertigkeiten, Talente und die Übung in balance sind.
Wenn wir als ERwachsene Kinder begleiten, ist es definitiv besser, das Kind mit Fragen zur Reflexion anregen und damit Ressourcen zu aktivieren, statt ihnen „unsere“ gute Lösung auf das Auge zu drücken.
Was hast du denn letztes Mal gemacht, als dir langweilig war?
Was würde deinem Freund x dir raten, was du machen kannst?
Wobei hattest du zuletzt viel Spaß, als du es (allein) gemacht hast?
So oder so ähnlich kann es klingen. Was wir damit machen: uns selbst auf Augenhöhe mit dem Kind begeben und ihm zwischen den Zeilen zu sagen: Ich bin überzeugt, du trägst die Lösung in dir. Du schaffst es, dir selbst heraus zu helfen aus diesem unangenhmen Gefühl. Ich bin da, glaub an dich und halte es mit dir aus.
Ein alter Tisch, eine provisorische Holzstufe und eine ausgediente Leiter waren vor knapp vierzig Jahren die Basis für eine Spielidee, die in den leuchtendsten Farben in meinem Gedächtnis aufgehoben ist. Meine beiden Cousins, meine Schwester und ich konnten oft aus Nichts die tollsten Ideen entwickeln, in diesem Fall eine Feuerwehr samt Drehleiter und Schläuchen. Wir haben alles aus den letzten Ecken des großelterlichen Bauernhofs zusammengekarrt, aufeinander gestapelt und sind darauf herumgeturnt. Verantwortungslos? Könnte man heutzutage gleich mal hören. Ich sehe hinter dem Bild auch Erwachsene, die folgendes konnten: ZUTRAUEN, ZUMUTEN und ZUVERSICHTLICH sein, dass die Kinder sich selbst beschäftigen. Ja, eine andere Zeit für Kindheit. Aber genau dieselben Qualitäten brauchen wir heut noch, vier Jahrzehnte später und ich wage mich mal weit hinaus: das werden wir immer brauchen.
Spielräume (im pädagogischen Sinn) ermöglichen Autonomie, Entscheidungskraft und Selbstorganisation. Solche Räume tun sich auf, wenn Langeweile anklopft. Somit ist Langeweile kein Notfall, sondern ein Geschenk – verpackt in leicht nörgelndem, genervten Tonfall. Wenn wir Eltern diesem Präsent mit Vertrauen, Gelassenheit und liebevoller Präsenz („Ich bin da und ich mach nicht alles weg!“) begegnen, schenken wir unseren Kindern etwas ganz Wertvolles: die Erlaubnis, sich selbst zu entdecken.
🗣️ ERSTE HILFE KOFFER: 5 Dinge, die du sagen kannst, statt sofort zu reagieren
„Hm, das klingt gerade nicht so angenehm. Magst du mir erzählen, wie sich das für dich anfühlt?“ ➡ Fördert emotionale Sprache und Selbstwahrnehmung
„Langeweile ist manchmal wie ein leerer Raum – ich bin gespannt, was dir gleich einfällt.“ ➡ Bringt Vertrauen in die eigene Kreativität des Kindes zum Ausdruck
„Du darfst dich auch mal langweilen. Oft kommt dann etwas richtig Spannendes aus dir selbst.“ ➡ Normalisiert das Gefühl und gibt inneren Prozessen Raum
„Ich bin in der Nähe, wenn du mich brauchst – aber du darfst erstmal selbst schauen, was du machen möchtest.“ ➡ Signalisierst emotionale Präsenz, ohne das Problem zu übernehmen
„Weißt du noch, als du beim letzten Mal was Cooles gemacht hast, als dir langweilig war? Was war das nochmal?“ ➡ Fördert Erinnerung an eigene Lösungsstrategien = Selbstwirksamkeit stärken
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Kränkungen und Mobbing hinterlassen Narben – sichtbar oder unsichtbar. Besonders in der Schule erleben viele Kinder Ausgrenzung oder werden selbst zum Täter. Warum passiert das so häufig? Und wie können wir als Erwachsene vorbeugen und heilsam begleiten?
„A……… ist eine Schlampe.“ „A…… soll sich ficken“ steht da heute zum dritten Mal mit Bleistift auf die Knaben-Klotür gekritzelt. Mir stockt der Atem, als unsere Tochter mir unter Tränen zuhause erzählt, was sie heute über sich ergehen lassen musste in der Schule. Wut steigt in mir auf. Welcher kleine Feigling aus ihrer Klasse traut sich, so etwas zu tun? Wie reagiere ich darauf als Mutter?
Wenn Worte Wunden schlagen
Süße neun Jahre als ist unsere Tochter, als das in der dritten Klasse passiert. Streit unter den Mädels gab es auch vorher, die Klassengemeinschaft war aufgrund der Inkompetenz der Lehrerinnen leider nie, was sie sein sollte aber solche Ansagen – offenkundig von einem Burschen – waren neu. Als Vokabular unserer Familie definitiv nicht vorhanden. Und plötzlich schlugen diese Begriffe Wunden in eine Kinderseele, die keinen Schimmer hatte, was der Grund dafür war. (Ich verrate es dir später!)
Klassenzimmer sind nicht automatisch paradiesische Friedenszonen. Wie in der echten Welt da draußen braucht es Menschen, die sich aktiv darum bemühen und einen Rahmen dafür schaffen – dafür sind Erwachsene zuständig. Sonst passiert das, was leider in vielen Schulen Alltag ist: Kinder und Jugendliche verletzen sich, kränken einander und fügen sich seelische Stiche zu, die oft lebenslänglich spürbare Narben hinterlassen. Kränkungen sind mehr als lächerliche „Hänseleien“ und immer mehr Kinder und Jugendliche sind davon betroffen, weil es an emotionaler Kompetenz fehlt. An allen Ecken.
Was sind Kränkungen – und warum treffen sie uns so tief?
Menschen sind soziale Wesen. Unser innerster, tiefster Antrieb ist, gelingende Beziehugnen zu führen. Dafür brauchen wir andere Menschen. Eine Gruppe, der wir uns zugehörig fühlen. Wo wir gesehen und gehört sind. Solche Gruppen sind unsere Familien, Freundesgruppen, Klassen, Vereine, Nachbarschaften. Wenn uns der Zugang zur Gruppe verwehrt wird, wir ausgegrenzt werden – und das passiert bei Kränkungen und Verletzungen – dann fahren wir die Ellenbogen aus. Weil wir für dieses Gefühl des Dazugehörens kämpfen wollen. Aber leider keine passenden, kooperativen Strategien haben.
Systematische Demütigungen vs. kindlicher Grausamkeit
Kränkungen treffen uns dort, wo wir besonders verletzlich sind – in unserem Selbstwert und im Wunsch, anerkannt und zugehörig zu sein. Eine spitze Bemerkung kann kurzfristig schmerzen, doch wiederholte Demütigungen, wie sie z.B. auch beim Mobbing auftreten, untergraben dauerhaft das Selbstvertrauen. Kinder reagieren je nach Alter, Temperament und Beziehungserfahrungen sehr unterschiedlich: Manche ziehen sich zurück, andere wehren sich mit Gegenangriffen – doch innerlich bleibt oft eine tiefe Verunsicherung zurück.
Täterin & Opfer. Wer unschuldig, werfe den ersten Stein.
Beschämt gebe ich zu: ich war in meiner Schulzeit auch Täterin. Und Opfer. Wir haben eine Mitschülerin in der Volksschule „Warzenbaby“ genannt, weil sie am Hals viele davon hatte. So grausam. Meine fehlende Oberweite wurde als Dreizehnjährige als „pannonische Tiefebene“ in der Klassenzeitung bezeichnet, gemeinsam mit der Empfehlung mir mal einen Rasierer zu kaufen für Haarwachstum an für Mädchen unpassenden Körperstellen. Manche dieser Sätze klingelten jahrelang in meinen Ohren und meinem Gedächtnis nach. Die gesagten und gehörten Worte. Keine schöne Erinnerung.
Kränkungen und Mobbing in der Schule – warum gerade hier?
Die Schule ist ein Mikrokosmos unserer Gesellschaft: begrenzte Räume, Gruppendruck und Leistungsansprüche treffen auf die Suche Jugendlicher nach Identität und Anerkennung. In der Pubertät wird die Zugehörigkeit zur Peergruppe existenziell – wer anders ist, fällt auf. Schnell formiert sich Gruppendynamik – manchmal mit Spott, Ausgrenzung oder subtilen Machtspielen. Diese alltäglichen Rituale greifen leise, aber wirksam – und entwickeln sich häufig zu systematischer Abwertung.
Im Fall unserer Tochter kam heraus, dass der Klotürenbeschmierer wohl eigentlich in sie verliebt war, sich das aber nicht auszusprechen traute. Um irgendwie die Aufmerksamkeit von ihr zu bekommen, packte er diese patscherte Strategie aus. Das erzählt einiges über sein emotionales Unvermögen, wie ich finde.
Die Folgen: Was Kränkungen und Mobbing mit Kindern machen
Hinter ausgelassenem Spott und Hänseleien verbergen sich oft tiefe Verletzungen: Kinder entwickeln Unsicherheiten, Angst vor der Schule oder sogar körperliche Symptome wie Kopf- oder Bauchschmerzen. Langfristig leiden Selbstwert und Bindungsfähigkeit – und mitunter entsteht eine depressive Grundstimmung bis hin zu schwelenden Hassgefühlen, weil man so gern dazugehören würde. In außergewöhnlich heftiger und brutaler Form hat sich diese Woche in Graz gezeigt, wozu das führen kann. Wenn sich niemand darum kümmert, wie es Betroffenen geht. Auch wenn nicht gesichert ist, dass der Mörder Mobbing erfahren hat: irgendwelche unfassbaren Kränkungen muss es gegeben haben, wenn sie sich in so einer Tat entladen.
Die Löwenmutter und das Direktorinnenlamm
Die Klassenlehrerin unserer Tochter reagierte damals aus meiner Sicht falsch, nämlich gar nicht. Als das klar war, marschierte ich (mit Unterstützung der damaligen Schulleiterin) selbst in die Klasse und fuhr als Löwin meine Krallen aus zum Schutz unserer Tochter. Glaub mir, das hatte ich ziemlich gut drauf. Noch wichtiger als dem potenziellen Täter die Grenzen aufzuzeigen war mir, unserer Tochter zu vermitteln: Wir stehen für dich auf und beschützen dich, auch wenn es ungemütlich wird.
So gab ich vor, eine Kamera am Klo installiert zu haben, die den Täter bereits gefilmt hatte. Die Spitze eines alten Laserpointers und ein kurzes Video aus dem Bubenklo auf meinem Handy bescherten mir die nötige Glaubwürdigkeit. Meine Wut und Entschlossenheit, den Feigling aufzudecken musste ich nicht faken. Und so war der Übeltäter schnell entlarvt – kein Kind will die eigenen Eltern wegen Vandalismus und Rufschädigung im Gefängnis wissen – das hatte ich vorher samt Gesetzestext erläutert. Die sanfte Direktorin, die den „good cop“ spielte, gab noch eine letzte Gelegenheit zu beichten und da war der großgewachsene Junge plötzlich sehr kleinlaut und gab die Missetaten zu – ohne große weitere Konsequenzen. Und wir hatten Ruhe.
Vorbeugen: Damit Kinder weder Opfer noch Täter werden
Das schnelle und entschlossene Eingreifen war rückblickend wichtig. Noch besser wäre die Vorbeugung – sie beginnt im Alltag: Kinder, die lernen, ihre Gefühle zu benennen und Konflikte konstruktiv zu lösen, begegnen Herausforderungen selbstbewusster. Erwachsene sind Vorbilder – wie wir selbst in Konflikten reagieren, prägt unsere Kinder. Klar kommunizierte Werte wie Respekt oder Empathie, gemeinsam erarbeitete Familienregeln und emotionale Kompetenz schaffen eine stabile Grundlage. Wer früh Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft und Mut zur Diversität fördert, legt den Grundstein für ein respektvolles Miteinander.
In Klassen braucht es so viel soziales Lernen, angeleitet von den Klassenlehrkräften. Darum hat sich die Lehrerin definitiv viel zu wenig gekümmert (wie um vieles Andere auch). Eltern können Kinder zuhause stark, feinfühlig und emotional kompetent machen. Die große Gruppe zum Üben können wir jedoch nicht bieten. Dafür braucht es Orte wie Kindergärten und Schulen. Und fähige, gut ausgebildete Pädagog*innen, die das begleiten können. Besonders, wenn die Grundfeste vom Elternhaus mangelhaft oder nicht vorhanden ist.
Wie Eltern, Pädagog*innen und Beratende helfen können
Ein offenes Gespräch ist der erste Schritt. Zuhören ohne zu bewerten signalisiert: Du bist nicht allein. Sei achtsam für Warnsignale – das können etwa Leistungseinbrüche, Rückzug oder psychosomatische Beschwerden sein. Im Klärungsgesprächen können Fachstellen, Schule oder psychologische Beratung unterstützend eingebunden werden. Wichtig ist: Das Selbstwertgefühl des Kindes stärken – durch Wertschätzung, Bestärkung individueller Stärken und Förderung sozialer Kompetenzen. Die Gruppe darf konfrontiert werden und der Anlass für soziale Entwicklung genützt weden. Denn jede Krise ist auch eine Chance.
Die Wahrheit ist: wir kommen nicht ohne Verletzung und Kränkung durch‘s Leben. Weil wir unabsichtlich Stiche zufügen, auch den Menschen, die wir lieben. Und weil wir selbst verletzt wurden, diese Wunden schlecht versorgen und aus diesem Zustand heraus anderen weh tun. Das ist ein hässlicher und doch realistischer Kreislauf, den wir nur mit Reflexionsbereitschaft, emotionaler Kompetenz und krisenfitter Kommunikation verlassen können.
Glücklicherweise bin ich heute zufrieden mit meinem Körperbild und möchte es nicht anders haben. Ja, Körperbehaarung nervt immer noch – und ich hab einen halbwegs entspannten Umgang damit gefunden. Die Verantwortung liegt bei uns.
Wie wollen wir darauf reagieren, was uns angetan wird?
Welche Möglichkeiten nützen wir, leidvolle Erfahrungen zu verarbeiten?
Wo sind die Menschen, denen wir uns trotz alledem verbunden fühlen?
Dass der Mensch fähig ist, unglaubliches Leid auch gut zu überwinden, sehen wir letztlich an dem – wohlbemerkt außergewöhnlichen – KZ-Überlebenden Viktor Frankl, mit dessen Worten ich hier abschließen möchte:
„Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.“
Während ich diese letzten Worte schreibe, erreicht mich die Nachricht, dass unsere Mittlere (die, die auf der Klotür beschimpft wurde) die Matura erfolgreich bestanden hat. Ein weiterer Meilenstein erreicht, der ein Gefühl großer Freiheit für sie und ein Stück Erleichterung für uns bereit hält. Zwei Drittel der Kinder haben wir erfolgreich durch das System geschleust. Only one more to go. In vier Jahren machen wir unter das österreichische Schulsystem hoffentlich einen fetten grünen Haken, was unsere Kinder angeht.
Inzwischen schicke ich eine wohlig warme Umarmung raus an alle Eltern, die gerade ihre Kinder noch trösten oder seelische Wunden versorgen, weil sie verletzt, gekränkt, gemobbt wurden. Weil Erwachsene sie in der Schule respektlos, herabwürdigend und unfair behandeln.
Liebe Eltern: ihr seid wichtig.
Euer Trost ist wichtig.
Euer Auffangen ist wichtig.
Und hoffentlich doch ein erster Schritt Richtung Heilung.
Meine bescheidenen Kochkünste sind schuld, dass wir als Familie selten daheim echte kulinarisch kreative Höhenflüge erleben. Ich bin fähig eine passable Bandbreite an gelingsicheren Rezepten in die Realität zu bringen. Für mehr fehlt mir nicht nur die Leidenschaft sondern auch die Kompetenz.
Jedoch hab ich seit jeher ein gutes Händchen beim Backen. Egal ob Blechkuchen, Torte oder Spritzgebäck – nur selten gelingt hier etwas nicht oder schmeckt schlecht. Das betrifft auch Brot und Weckerl verschiedenster Sorte. Was mich aber schon beim Zuschauen in den letzten Wochen fast den letzten Nerv gekostet hat: luftiges Sauerteigbrot mit knuspriger Rinde selbst zu backen.
Das Quittengelee unter den Brotteigen
Gleich vorweg: den Germteig für ein zugegeben fantastisches italienisches Weißbrot zusammen zu kneten, ihn ein wenig gehen lassen und dann mit schlauem Ofen zu backen ist eine Sache. Ich bin immer Team „quick & rough“ wenn es um solche Dinge in der Küche geht. Es war also definitiv nicht meine Idee, selbst mit Sauerteigbrot backen beginnen zu wollen. Doch unsere Tochter wurde ge-influenced und hin und wieder spielen Social Media Trends auch genussvolle Effekte in unser Leben. Aber, meine Güte. Sauerteig ist keine Erdmeermarmelade. Was ich vom Quitten-Gelee unter den Brotteigen schon aus der Ferne gelernt hab.
“Stretch & folds” für ASMR Sound: ja, wir sprechen von Brot.
Schraubgläser mit unterschiedlichsten Kompositionen an Mehl und Wasser verteilen sich seit Wochen in unserem Wohnraum. Vom Kachelofen und der Fensterbank bis zur Anrichte und dem Kühlschrank: überall finde ich mehr oder wenig blubbernde Teigstarter, deren Gäraktivität akkurat mit am Glas angebrachten Gummiringen gemessen wird. Der Ansatz muss sich in Zeit xy genau um das Vielfache z vermehren, damit er verarbeitet werden kann. Doch da beginnt erst der richtige Spuk.
Von exakten Gärzeiten bei der optimalen Raumtemperatur, wiederkehrenden „stretch & folds“ alle 30 Minuten in den nächtlichen Morgenstunden bis hin zu perfekter Klebrigkeit und Konsistenz bevor Kälte, Dampf und Hitze das ihre tun, um leckeres Brot entstehen zu lassen: es sind gefühlt tausend Dinge, die man richtig machen soll, wenn man luftig lockeres Sauerteigbrot mit ASMR-Sound Kruste haben möchte. Ein Fehler auf diesem Weg und du kannst dir dein Ergebnis denken.
Bäurin vs. ChatGPT als Wissensquelle
Was wir hier in den letzten Wcohen erlebt haben, grenzte zwischendurch beinah an Lebensmittelverschwendung. Immer wieder die Fragen:
Warum ist der Teig nicht so aufgegangen.
Welches Mehl eignet sich besser für das Traumergebnis?
Kann man so jungen Influencerinnen wirklich ein Brotrezept abnehmen?
Wo lag der Fehler, wenn es nicht klappte?
Zu lang gegärt oder doch zu kurz?
Auch wenn die fertig gebackenen Brote allesamt gegessen wurden: sie waren nicht so, wie von unserer Tochter gewünscht. Sie las weiter, blieb dran und tüftelte. Sie befragte ChatGPT, ich Bäuerinnen und wir analysierten und lernten. Und heute war es endlich so weit: ein beinah perfektes Sauerteigbrot kam aus dem Ofen.
Halleluja, er ist aufgegangen.
Schon während dem Anschneiden – dem ultimativen Test, der erst tatsächlich die Luftblasen und Crunchyness des Brotes aufdeckt – fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Sauerteigbrot hat so viel mit Beziehungen zu tun. Also fasse ich hier für dich zusammen, welche 5 Dinge du beim Brotbacken UND in Beziehungen brauchen kannst, wenn es richtig gut werden soll:
1.) KNOW-HOW Antonia sah sich Videos an, las Rezepte und recherchierte stundenlang, was es braucht, um so ein knuspriges und gleichzeitig luftiges Brot backen zu können. Wenn man etwas noch nie gemacht hat, braucht man als erstes: Wissen. Wie Beziehung geht, will auch gelernt sein. Das geht sehr mühsam und langsam während dessen man lebt. Oder mit Abkürzung durch geschickte Literatur, fachkundige Expertinnen oder geteilte Erfahrung anderer Menschen. In jedem Fall: Wissen aneignen hilft, auch wenn man immer die Freiheit hat, sich zu entscheiden, was man gut findet und was nicht.
2.) FEHLERKULTUR Wenn etwas nicht klappt, wie gewünscht, liegt irgendwo der Hund begraben. Das neben dem Ärger, Frust und der Enttäuschung anzuerkennen klingt schöner, als es ist. Fehler machen gehört nunmal dazu, besonders in Beziehungen. Wenn man sich nicht nur auf Glück verlassen will, braucht es einen positiven Zugang zum eigenen Scheitern und einen freundlichen Blick auf alles, was unvollkommen ist. So kann man den eigenen Mangel, das Fehlende und Hoppalas in wertvolle Erfahrungen verwandeln.
3.) LERNBEREITSCHAFT Das Rezept noch genauer lesen, Temperaturen checken, Teige studieren. Wir wollten unbedingt lernen, was es braucht, genau SO ein Brot zu backen. Am meisten hat wohl die Bereitschaft geholfen, es wirklich lernen zu wollen und der feste Glaube daran, dass es früher oder später gelingen wird. Begeisterung und Freude zwischendurch sind natürlich die perfekten Lernbooster und Motivatoren am Weg. Das darf auch in zwischenmenschlichen Beziehungen so sein: bei allem Lernen nicht auf die Liebe vergessen. Das Ziel – miteinander glücklich sein – vor Augen haben und gleichzeitig das zusammen unterwegs sein genießen können.
4.) DURCHHALTEVERMÖGEN Zwischen „das kann doch nicht so schwer sein“ bis „hab mich gern, ich geh mir so ein Brot kaufen“ hatten wir jede Stimmung durch. Ein so einfaches Lebensmittel wie Brot, das es günstig zu kaufen gibt, selbst machen braucht eine klare Entscheidung. Zeit ist hierbei ein bedeutender Faktor im doppelten Sinn. Du kannst Dinge nicht über‘s Knie brechen und abkürzen. Und es dauert, bis es gut wird. Warten, geduldig bleiben und den Dingen Zeit geben zählen nicht zu den Qualitäten, die in unserer Gesellschaft en vogue sind. Gleichzeitig braucht es manchmal das und nur das. Gepaart mit ein wenig Sturköpfigkeit … ähm, Beharrlichkeit.
5.) GENUSSFÄHIGKEIT Vielleicht bin ich da komisch. Manche Dinge schmecken mir besonders gut, WEIL ich sie selbst gemacht hab: Brot, Torten, selbstgezogenes Gemüse. Andere Dinge schmecken mir besonders, wenn ich sie NICHT machen musste: aufwendige Gerichte, Paniertes oder Cocktails. Fest steht: ich will mir unbedingt das Genießen erhalten und bewusst feiern, wenn meine Sinne verwöhnt werden. Meine Überzeugung ist: sonst werde ich ungenießbar. Das gilt auch für Paare. Wer nur mehr funktioniert, werkt und leistet, verpasst die schönen Dinge des Lebens oder nimmt sie nur im Vorbeilaufen wahr.
GENUSS AN auch ohne Garantieschein
Also klappe ich jetzt meinen PC zu und hole mir eine köstliche Schnitte von dem Brot, das heute endlich, nach vielen Fehlversuchen genau so geworden ist, wie es der Wunsch war. Ich höre es schon krachen, wenn ich die knusprige Rinde durchbeiße und das Wasser rinnt mir im Mund zusammen, allein vom dran denken.
Der nächste Sauerteigansatz arbeitet bereits im Schraubglas neben dem Spülbecken. Mal schauen, ob wir unsere Fertigkeiten beim nächsten Brot erneut so gut anwenden können.
Der erfahrene Mensch weiß: es ist erfreulich, wenn es geklappt hat – die Chancen steigen, dass es wieder gelingt, doch Garantieschein bekommt man keinen. Weder beim Sauerteigbrot, noch in Beziehungen.
Auf phänomenale Weise schaffen es Paare, die viele Jahrzehnte gemeinsam durch’s Leben gehen, sich immer wieder wie Phönix aus der Asche zu erheben. Zahlreiche Konflikte, die mit ihrer Intensität viel verbrannte Erde hinterlassen. Schmerzende Unterschiedlichkeiten, deren Flammen sie beinah verzehren. Emotionale Unerreichbarkeit, die wie ein grauer Schleier alle Farbe dieses bunten Lebens übermalt.
Und doch gelingt es vielen von uns, Asche in Dünger zu verwandeln und bekannten Boden zu neuem Leben zu erwecken. Weil nach Phasen, wo jeder „sein Ding“ macht wieder interessierte Zuwendung passiert. Weil nach einem Streit einer wieder den so wichtigen ersten Schritt auf die andere Person zu macht. Weil es zumindest einem von ihnen gelingt, die Andersartigkeit wieder als Ressource zu sehen statt als Stolperstein.
„Wann ist es deiner Meinung nach zu spät?“ werde ich oft gefragt. Oder: „Sagst du den Menschen, wenn es nichts mehr bringt, an der Beziehung zu arbeiten?“
Darauf gibt es sehr klare Antworten von meiner Seite. Bevor ich darauf eingehe, was die „Sackgassen“ in Beziehungen sind, die tatsächlich meist das Ende des Beziehungsdeals bedeuten, einige Überlegungen.
Sag niemals „nie“
Menschen kommen zu mir in Beratung, um Hilfe zu bekommen – nicht meine Meinung. Die ist sowieso irrelevant. Mein Job ist, Menschen mit Fragen und einem guten, professionellen Rahmen zu ihrer Lösung zu bringen. Wie die genau aussieht, stellt sich in so einem Prozess heraus und oft genug wäre ich da schon deutlich daneben gelegen, hätte ich eine Prophezeihung gemacht. Ich halte Menschen für enorm entwicklungs- und lernfähig und bin fasziniert von ihrer Bereitschaft, Beziehungen weiter zu tragen und – immer wieder – zu neuem Leben zu erwecken.
Erste Hilfe und Kapitulationen
Ja, ich bin auch manchmal enttäuscht. Beziehungen werden in manchen Fällen auch meiner Einschätzung nach leichtfertig aufgegeben, wo ich noch viel Potenzial gesehen hätte. Diese Fälle sind für mich persönlich tatsächlich schwerer auszuhalten. Ich reanimiere lieber, bis der Tod spürbar im Raum ist, statt einen kranken Patienten aufzugeben. So stelle ich mir das jedenfalls in der Theorie vor – ich musste noch nie medizinische erste Hilfe leisten (abgesehen von diversen Platzwunden, blauen Flecken und Kreislaufkapitulationen unserer Kinder).
3 SACKGASSEN in BEZIEHUNGEN
Eine Million Dinge können gefühlt zum Aus einer Beziehung führen. Das landläufige Gefühl, was eine Beziehung wirklich irreparabel kaputt macht, deckt sich aber nicht mit den Erkenntnissen der Expert:innen. John und Julie Gottman fanden in ihrer Arbeit mit Paaren lediglich drei „Dealbreaker“ heraus. Situationen, die nicht mit Mitgefühl und Verständnis überwunden werden können, wo es keine Kompromisse gibt und was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Ende einer Beziehung bedeutet.
Und das sind sie:
1. MISSHANDLUNG
Wenn ein Partner den anderen misshandelt, ist das wohl unvermeidlich das Ende der Beziehung. Allerdings haben fast 50% der Paare, die in Therapie kommen, ein gewisses Maß an Gewalt erlebt. Und nicht immer ist es der sichere Tod in der Partnerschaft. Wo liegt also der Unterschied?
Die Gottmans differenzieren zwischen situationsbedingter und charakterbedingter häuslicher Gewalt. Im ersten Fall läuft ein Streit völlig aus dem Ruder, es folgen Gesten der Gewalt, beide sind gleichermaßen aktiv beteiligt und fühlen sich nachher schrecklich. Diese Form kann mit viel Training und professioneller Unterstützung überwunden werden.
Charakterbedingte Gewalt ist anders. Es gibt keine Übernahme von Verantwortung der Täter, im Gegenteil: sie beschuldigen das Opfer, es verursache die Gewalt durch sein Verhalten. In diesem Fall gibt es keine wirksame Behandlungsform – das ist das Ende einer Liebesbeziehung. Erste Anlaufstellen bei Gewalt findest du hier:
Sucht allein – in welcher Form auch immer – ist zwar oft ein brodelnder Konflikttopf, aber noch kein Dealbreaker. Süchte zu überwinden kann ein langer, mühsamer Weg sein. Doch mit dem klaren Fokus auf die gemeinsamen Ziele und verbindungsstärkender Rituale kann es gelingen.
Eine Sucht ist eine Krankheit und kein moralisches Versagen. Wenn ein Partner jedoch verweigert, Hilfe bei solchen Problemen zu suchen, wird der Weg in eine gemeinsame Zukunft verstellt. Suchtkranke, die meinen, keine Hilfe zu benötigen, weigern sich quasi etwas dagegen zu unternehmen. Und diese Entscheidung wird wohl oder übel der Sargnagel einer Paarbeziehung sein.
3. UNTERSCHIEDE BEIM KINDERWUNSCH
Die Entscheidung, Kinder haben zu wollen, prägt und verändert das Leben eines Paares tiefgreifend und nachhaltig. Sie will günstiger Weise auch bewusst gefällt werden.
Möchte ein Partner keine Kinder bekommen und der andere spürt die Sehnsucht Elternteil zu werden, ist es vielleicht am besten, getrennte Wege zu gehen, denn: in dieser Frage gehen keine „halben“ Sachen. Man kann nicht „ein bisschen“ Kinder haben.
Dieser Entschluss erfordert volle Einsatzbereitschaft, eine große Portion Mut und ein lautes „JA“ zu allen Herausforderungen und Höhenflügen, die man mit Kindern erleben wird. Ein „dir zu liebe“ reicht hier bei weitem nicht aus. Auch wenn viele natürlich an der Aufgabe wachsen. Hier geht‘s auch um das Wohlergehen dritter Personen, die auch noch schutzbedürftig sind. Da hört der Spaß auf. Und bei Uneinigkeit eben auch die Beziehung. Auch wenn man sich noch so liebt.
Wichtig zu wissen: hinter unseren Konflikten verstecken sich Bedürfnisse, Träume und Visionen. Wir nehmen sie deshalb auch so ernst, weil wir dabei sonst etwas für uns Bedeutsames verpassen, was auch immer das ist.
Wenn sich Ideen und Vorstellungen „spießen“ und auf den ersten Blick nicht „zusammen passen“ lohnt es sich, hinter die Kulissen zu schauen. In den allermeisten Bereichen lassen sich selbst in verfahrenen Situationen Durchbrüche und spannende Wendungen erzielen. Mit der passenden Konflikt- und Kommunikationskultur ist sehr viel möglich, mit professioneller Begleitung noch mehr und das Leben ist ohnehin die größte Überraschung für sich.
Ich wünsche dir, dass es dir gelingt, durch Konflikte versteckte Träume und Ziele zu entdecken. So könnt ihr in Phasen der Zwietracht wieder Verbindung herstellen und eurer Liebe zu neuem Leben erwecken, in die Zukunft blicken und eure Visionen verwirklichen.
Wir optimieren, planen, fordern – und überfordern uns in Beziehungen oft selbst. Doch was, wenn weniger mehr wäre? Entdecke, wie bewusstes „Beziehungsfasten“ Nähe, Vertrauen und Leichtigkeit zurückbringen kann!
Dass wir mit allen Sinnen fasten können und das Reduzieren ein “Tor zum Mehr” sein kann, hab ich schon auf diesem Blog behandelt. Heute widme ich meine Zeilen zum Fasten – überraschender Weise 🤪 – dem Thema Beziehungen.
Die eierlegende Wollmilchsau in Liebessachen
Hoffnungslos viele Anforderungen stopfe ich in meine Beziehungen – besonders in meine Partnerschaft. Der Mann für‘s Leben soll die Lösung für alle Probleme sein, wenn ich so daran denke. Vom tiefgründigen Seelenverwandten über den partnerschaftlichen Lebensgefährten bis zum leidenschaftlichen Liebhaber soll er bitteschön jede Facette meines Traumpartners abdecken. Die beziehungstechnische eierlegende Wollmilchsau, quasi.
Überfressen beim Anforderungsprofil
Er soll pädagogisch korrekter Vorzeigevater sein, sich ebenbürtig in die unbezahlte Fürsorgearbeit einbringen und sich beruflich voller Freude verwirklichen. Er soll passionierter Reisekumpane sein, im Sommer die alpinen Gipfel erklimmen und im Winter mit mir runter rauschen wollen. Er soll verantwortungsvoller Partner, leidensfähiger Reibebaum und begeisterter Karriereanschubser von mir sein. Ein klein wenig überfressenes Anforderungsprofil?
Jungfrau auf der Suche nach ihrem Ordnungsfimmel
Dabei sag ich selbst seit Jahren: wir bekommen keine 100%. Mein Verstand weiß diesen absolut vernünftigen Gedanken einzuordnen. Weil ich weiß: ich bin auch keine 100%. Auch ich habe Fehler, Ecken und Kanten, die für meinen Partner schwierig sind. Ich bin extrem ungeduldig (bei beruflichen Fortschritten, beim Kranksein oder Umsetzen von Projekten), kann mit schlechter Laune das Klima in der ganzen Familie vergiften und unordentlich bis schlampig verteile ich Gegenstände von mir im gesamten Haus. (Wo, bitte, ist mein Sternzeichen Jungfrau, wenn ich es mal brauche?)
Ich bin sehr fein damit, selbst kleinere und größere Unvollkommenheiten zu haben. Doch wenn ich ganz ehrlich bin: mein Gegenüber würde ich schon recht gern dauernd weiter optimieren. Immer weiter, immer mehr.
Fasten dient der Gesundheit
Einerseits ist Bewegung und Entwicklung unabdingbar, wenn man lange glücklich miteinander sein will. Andererseits lauert die Optimierungsfalle mit der Gefahr der Geringschätzung, Herabwürdigung und Entfremdung, wenn wir es zu weit treiben. Deshalb tut beziehungstechnisches Ausmisten manchmal gut. Wie RICHTIGES FASTEN soll es bewusstes Reduzieren bedeuten. Ungünstige Denk- und Verhaltensmuster wollen weggelassen und Raum für günstige Ansätze geschaffen werden.
Fasten kennt man meist aus dem gesundheitlichen Kontext: Wir verzichten bewusst auf Nahrung oder Genussmittel, um Körper und Geist zu reinigen. Doch was wäre, wenn wir dieses Prinzip auf unsere Beziehungen übertragen? Auch dort gibt es Dinge, von denen ein „weniger“ zu einem „mehr“ an Nähe, Lebendigkeit und Leichtigkeit führen kann.
In diesem Beitrag geht es darum, was ich in Beziehungen bewusst reduzieren möchte – um Platz für das zu schaffen, was mir wirklich guttut.
Diese 5 Tipps hab ich für dich und mich gesammelt:
1. Weniger Rechthaben – Mehr Verständnis
In vielen Beziehungen geht es oft darum, wer im Streit „gewinnt“. Doch was passiert, wenn wir weniger darauf bestehen, recht zu haben? Wenn wir stattdessen mehr zuhören, mehr nachfragen und unser Gegenüber verstehen wollen?
👉 Fasten-Idee: Probiere eine Woche lang aus, in Diskussionen bewusst den Perspektivwechsel zu suchen, anstatt direkt zu widersprechen.
2. Weniger Perfektion – Mehr Echtheit
Paare setzen sich häufig unter Druck: sie wollen die perfekte Beziehung, die perfekte Kommunikation, den perfekten Umgang mit Konflikten. Doch Perfektion ist eine Illusion – und oft eine enorme Belastung. Beziehungen leben von Echtheit, nicht von Makellosigkeit.
👉 Fasten-Idee: Lass für eine bestimmte Zeit bewusst Erwartungen los und akzeptiere Unvollkommenheit – bei dir selbst und deinem Partner.
3. Weniger Kontrolle – Mehr Vertrauen
Kontrolle erzeugt Enge. Vertrauen schafft Freiheit. Wer ständig den Partner überprüft, hinterfragt oder lenken will, nimmt der Beziehung die Leichtigkeit. Vertrauen bedeutet, dem anderen Raum zu geben, ohne Angst, dass gleich etwas schief geht.
👉 Fasten-Idee: Wenn du ein Kontrolletti bist, verzichte auf diese Mechanismen (z. B. misstrauisches Nachfragen, Handy bespitzeln, …) und beobachte, was sich verändert.
4. Weniger Ablenkung – Mehr echte Begegnung
Smartphone, Serien, Social Media – all das lenkt uns oft von der echten Verbindung mit unserem Partner ab. Auch wenn nicht jeder Augenblick in trauter Zweisamkeit verbacht werden muss, um eine Gelingende Beziehung zu führen: mehr Nähe entsteht, wenn wir bewusst Zeit ohne Ablenkung miteinander verbringen.
👉 Fasten-Idee: Eine „bildschirmfreie Stunde“ einführen, in der ihr euch voll aufeinander konzentriert. Je nach verfügbarer Freizeit: gern täglich oder zumindest einmal pro Woche.
5. Weniger Vorwürfe – Mehr Wertschätzung
Vorwürfe sind wie Gift für die Beziehung. Sie schaffen Distanz und erzeugen Verletzungen. Wertschätzung hingegen stärkt die Verbindung. Wenn wir weniger kritisieren und uns bemühen, stattdessen mehr das Gute zu sehen, verändert sich die Atmosphäre in der Partnerschaft.
👉 Fasten-Idee: Eine Woche lang jeden Tag mindestens ein ehrliches Kompliment oder eine kleine Geste der Wertschätzung für den Partner.
Ganz persönlich glaube ich, dass mir das „weniger Rechthaben“ besonders schwer fallen wird. Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann geb ich da nicht nach. Ich verbiege mich nicht für Andere und hab eine feste Meinung. Gleichzeitig wird es in zementierten Standpunkten oft schwer, noch in Verbindung zu bleiben.
Im Zweifelsfall einfach DAS tun:
Du merkst hoffentlich: selbst als Expertin für zwischenmenschliche Kommunikation und Beziehungsgestaltung bin ich immer wieder gefordert, an mir zu arbeiten. Auch hier läuft nichts „einfach so“ oder „von selbst“ – ich treffe jedoch bewusst, so oft es geht, die Entscheidung für ein konstruktives, offenes und verbindendes Miteinander. Und sollte mal ein ganz schlechter Tag daher kommen, wo ich neben mir steh und nicht besser kann? Na dann wird‘s halt zum Fastenbrechen …
Fazit: Fasten als Beziehungsbooster
Fasten in Beziehungen bedeutet nicht Verzicht im negativen Sinne, sondern bewusste Reduktion zugunsten von mehr Nähe, Vertrauen und Lebendigkeit. Ein kleiner Schritt kann große Veränderungen bewirken.
Der Klang der Haustürglocke löst bei mir eine emotionale Mischung aus Spannung, Genervtheit und Unbehagen aus. Nie weiß ich genau, wer oder was mich gleich auf der Vorlegstufe erwartet. Welcher Besuch mich jedes Mal besonders amüsiert und welche Fragen und unmöglichen Ideen mir dabei in Bezug auf Beziehungen kommen, liest du hier.
Die ersehnte Bestellung aus dem Internet, ein Überraschungsbesuch oder die nächste Tiefkühlgemüse Lieferung. Wenn es an der Haustür läutet, weiß ich nie so richtig, was ich krieg. Während der Gemeindearbeiter, der das Wasser ablesen will, eher nervt (wie das drölfzigste Paket, das ich für die Familienmitglieder annehme), stimmt mich ein Überraschungsbesuch einer Freundin euphorisch und die Frauen bestimmter Glaubensgemeinschaften amüsieren mich bestenfalls. Wer mir jedes Mal eine Mischung aus Faszination, Staunen und Kopfschütteln beschert, ist der Rauchfangkehrer.
Als glückliche Kachelofenbesitzerin darf dieser Dienstleister zweimal im Jahr einfach herein schneien und die Kamine durchputzen, was scheinbar gesetzlich vorgeschrieben ist und feuerpolizeilich und sicherheitstechnisch gewiss klug ist.
Mir fällt aber keine andere Dienstleistung oder Handwerk ein, die einfach so an deiner Haustür klingeln darf und herein kommt, ohne dass ich sie bestellt hab. Ich stelle mir grad vor, die mobile Frisörin würde einfach hereinmarschieren und allen die Haare kappen, der Fenstermonteur zum Nachstellen aller Griffe und Ecklager oder die Lebensmittelpolizei, um sicherzustellen, dass wir nichts Verdorbenes essen. Unvorstellbar, eigentlich.
Es gibt Lebensbereiche, die wir ganz selbstverständlich servicieren. Einer, der nicht dazu gehört, sind unsere sozialen Beziehungen oder Partnerschaften. Also versinke ich mal in dem unterhaltsamen Tagtraum, es würde einen TÜV für Liebesbeziehungen geben. Jemand klingelt an der Tür und stellt mir Fragen zu meinem Eheleben. Erkundigt sich, wie wir aktuell mit den Kindern klar kommen, was meine Beziehung zu meinen Schwestern betrifft. Nur für den Moment übergehe ich den womöglich realistischen Gedanken, sofort die Tür vor der Nase zugeschlagen zu bekommen, ehe mir Fäuste oder andere Gegenstände ins Gesicht fliegen.
Angenommen, ich wäre verplichtet, so einem BÜV (Beziehungs-Überprüfungs-Verein) Rede und Antwort zu stehen. Weil meine Gesundheit, Frieden und persönliches Glück und Zufriedenheit davon abhängen. Angenommen, es würde jemand vor der Tür stehen, der ernsthaftes Interesse daran hätte, die Sicherheit meiner Beziehungen zu verbessern. Weil es mir auch in anderen Lebensbereichen wie Beruf oder Gesundheit weiterhelfen würde. Angenommen, es wäre reines Wohlwollen und gute Absicht dahinter, dass jemand kommt und mich unterstützt, das Miteinander zu überprüfen und meine Zufriedenheit zu reflektieren.
Besonders spannend wird der Tagtraum, wenn ich mir noch vorstelle, das wäre ein wiederkehrendes Erlebnis, weil der BÜV wie der Rauchfangkehrer einmal im Jahr an meiner Tür steht. Würden wir Vereinbarungen treffen, die beim nächsten Mal evaluiert werden? Hat der BÜV dann praktische Tipps und Empfehlungen, die für meinen individuellen Praxisfall unterstützend sind?
In meinem Traum achtet der BÜV auf folgende sieben Qualitätskriterien und hätte dafür jeweils ein paar Fragen parat…
1. Kommunikationsqualität 🗣️
Werden Probleme offen angesprochen?
Gibt es aktives Zuhören und echtes Interesse an der Perspektive des anderen?
Ist die Kommunikation respektvoll, auch bei Meinungsverschiedenheiten?
2. Konfliktlösungskompetenz ⚖️
Können Konflikte fair und konstruktiv gelöst werden?
Werden Streitigkeiten regelmäßig aufgearbeitet oder unter den Teppich gekehrt?
Ist Kompromissbereitschaft vorhanden?
3. Gegenseitige Wertschätzung & Respekt 🤝
Werden Bedürfnisse, Grenzen und Eigenheiten des anderen respektiert?
Gibt es ehrliche Komplimente und Anerkennung?
Wird mit Respekt gestritten oder gibt es Abwertungen und Schuldzuweisungen?
4. Emotionale Sicherheit & Vertrauen 🔒
Gibt es ein stabiles Grundvertrauen in die Beziehung?
Fühlen sich beide wohl, verletzlich zu sein und sich zu öffnen?
Sind Geheimnisse, Manipulation oder emotionale Erpressung ausgeschlossen?
5. Gegenseitige Unterstützung & Fairness 🏋️
Ist die Beziehung ausgeglichen oder übernimmt eine Seite dauerhaft mehr Verantwortung?
Werden Erfolge gefeiert und Krisen gemeinsam bewältigt?
Unterstützen sich die Beteiligten bei persönlichen Zielen und Weiterentwicklung?
6. Individuelle Freiheit & Eigenständigkeit 🌱
Gibt es genug Raum für persönliche Interessen, Freunde und Hobbys?
Wird Eifersucht oder Kontrolle vermieden?
Wird das eigene Wachstum gefördert, anstatt den anderen kleinzuhalten?
Fühlen sich beide langfristig wohl in der Beziehung?
Gibt es gemeinsame Werte, Träume und Ziele?
Wird aktiv daran gearbeitet, die Beziehung lebendig und erfüllend zu gestalten?
Der TÜV für Beziehungen könnte eine „Plakette“ vergeben, z. B. „Beziehung: Geprüft & sicher – nächste Überprüfung in zwei Jahren“ oder aber ein paar „Reparaturempfehlungen“ aussprechen. 😄Man könnte sogar ein offizielles „Beziehungs-Wartungsheft“ führen:
✅ Letzte große Inspektion: Mai 2024 ⚠️ Empfohlene Maßnahmen: Mehr gemeinsame Qualitätszeit, weniger Bildschirme vorm Schlafen 🔧 Nächste Prüfung: Februar 2025
Und wer richtig fahrlässig mit Beziehungen umgeht, kriegt den Stempel: „Mangelhaft – Sofortige Instandsetzung erforderlich! Fragen Sie die Beraterin Ihres Vertrauens um einen Termin.“ 🚨
Der Klang der Haustürglocke reißt mich aus meinem Tagtraum. Der freundliche Zusteller der Post hat ein Paket für mich. Naja, nicht für mich, aber für ein Familienmitglied, das gern die Wirtschaft belebt. Ich nehme es an und deponiere es im entsprechenden Zimmer.
Es wird wohl noch ein wenig dauern, falls es überhaupt jemals passiert, bis der BÜV bei mir klingelt…
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