Der Hoffnung Flügel verleihen

Der Hoffnung Flügel verleihen

Kurz vor Weihnachten frage ich mich: was wird das wohl noch werden? Nebel, Dunkelheit, Kälte und Verwirrung findet sich an so vielen Orten, in so vielen Herzen. Als Gesellschaft sind wir gebeutelt – durch verschiedene Dinge. Kommt da nicht Weihnachten gerade recht? Das Prinzip Hoffnung und wie und wodurch uns diese Haltung Flügel verleihen kann. Und was ich mir und uns allen zu diesem Fest wünsche.

VOM ANFANG BIS ZUM ENDE

Ganz subtil wird schon seit Wochen und Monaten mit dem Gefühl der Angst in der Gesellschaft gearbeitet, wir werden kleiner und kleiner in verschiedener Hinsicht. Ja, es gibt eine berechtigte Sorge, krank zu werden, leidvolle Erfahrungen zu machen und womöglich auch geliebte Menschen zu verlieren. Ehrlich gesagt, das war noch nie anders – nur so präsent wie jetzt war das Thema unserer Endlichkeit nicht immer. Am Ende, wie am Anfang des Lebens (sowie überall dazwischen) ist es hilfreich, sich tragen zu lassen von einer Haltung mit dem Namen „HOFFNUNG“.

HOFFNUNG IM LEBEN

Wenn wir es nicht mehr in der Hand haben, was passiert, wenn wir nicht beeinflussen können, welche Dinge geschehen, wenn wir nicht mehr kontrollieren können, was wir gern bestimmen möchten, dann bleibt uns jedenfalls zumindest die Hoffnung. 

  • Hoffentlich geht alles gut bei der Geburt.
  • Hoffentlich fühlt sich das Kind in der Gruppe wohl.
  • Hoffentlich kommt die Schülerin im Schulsystem zurecht.
  • Hoffentlich passiert den Kindern nichts am Schulweg.
  • Hoffentlich werden sie nicht emotional verletzt.
  • Hoffentlich kann es glücklich leben.
  • Hoffentlich wird der Mensch bald von seinem Leid erlöst.

Damit die Hoffnung nicht schwach wird oder gar zerschlagen wird, braucht sie unser Zutun. Unsere bewusste Entscheidung, oft gegen jede Vernunft, unseren Verstand oder wissenschaftliche Daten trotzdem an das Gute zu glauben, hoffnungsvoll zu sein und positiv zu bleiben. Was die Hoffnung bekommen möge, darum gehts hier und jetzt.

UNSERE HOFFNUNG MÖGE PHANTASIE BEKOMMEN…

… damit wir neue Ideen entwicklen, wie wir unser Leben neu gestalten können. Wir brauchen Phantasie, Kühnheit und Wagemut um den umerlösten Krankheiten dieser Welt zu begegnen, um das falsch Gelaufene zu ändern und neue, andere, bodenständigere Wege gehen zu können. Wir brauchen Querdenker (ja, positiv gemeint! Seit wann ist das bitte ein Schimpfwort?!), Andersmacher und Aus-der-Reihe Tänzerinnen, wenn wir nach vorne schauen wollen ohne dabei zu verzweifeln. Wir brauchen kreative Geister und unmögliche Ideen und vor allem VIELE davon, wenn wir unserem so komplex gewordenen Leben irgendwie begegnen wollen. Menschen, die daran glauben, dass wir es schaffen können, eine gute, lebenswerte und menschenfreundliche Zukunft aufzubauen ohne dauernd über politische Interessen zu stolpern.

Obwohl so vieles hier noch oder noch immer im Argen liegt, möge unsere Hoffnung Phantasie bekommen. 

UNERSE HOFFNUNG MÖGE HÄNDE BEKOMMEN …

… die zupacken, wo unsere Hilfe gefordert ist. Hände, die streicheln, wenn ein Mensch neben dir verletzt wurde und Trost braucht. Kräftige Hände, die auch schwere Sachen aufheben, darunter schauen, die befreien von großen Lasten und Hände die halten. Aushalten. Hoffnung braucht Hände, die umarmen und Geborgenheit schenken können, wir brauchen liebevolle Berührungen und die nötige Feinmotorik und Feinfühligkeit, unsere Hände für etwas Gutes zu nützen. Um andere Menschen aufzurichten, ihre Tränen trocknen, die Nahrung zubereiten und die Hand zu reichen. Wenn schon nicht real, dann im übertragenen Sinn.

Hoffnung braucht Hände, die im richtigen Zeitpunkt festhalten und dann im richtigen Zeitpunkt loslassen. Offene Hände, die geben und auch nehmen können. Volle Hände – und zwar gefüllt mit Freude, Fürsorge und Dankbarkeit für unsere Mitmenschen und für uns selbst.

Obwohl soviel Hände immer noch zurückhalten, distanzieren und wegstoßen, möge unsere Hoffnung Hände bekommen.

UNSERE HOFFNUNG MÖGE FÜSSE BEKOMMEN …

… die uns durchs Leben tragen, kräftig genug um auch längere Durststrecken auszuhalten. Füße, die zwar die Steine am Weg spüren und wahrnehmen, die diese Hindernisse aber geschickt überwinden, die drüber steigen und ansonsten neue Wege finden. Füße, die mutig genug sind, auch unbetretene Pfade zu begehen und die sich umkehren trauen, wenn der Weg falsch war. Unsere Hoffnung möge geduldige Füße bekommen, die nicht beim ersten Kieselstein „AUA!“ schreien, sondern weitergehen, wahrnehmen und dranbleiben. Füße, die dort hin gehen, wo so unbeschreiblich großes menschliches Leid geduldet wird. Füße, die nicht monatelang auf der Stelle treten und sich im Kreis drehen, schwer werden und vielleicht einknicken, sondern Füße, die Leichtigkeit spüren, sich abheben trauen und dann sicher und geerdet ihren Weg entschlossen weitergehen können. 

Obwohl wir müde Beine haben und so viel Trägheit spüren, möge unsere Hoffnung Füße bekommen.

UNSERE HOFFNUNG MÖGE WORTE BEKOMMEN…

… die das Gute in uns heraufbeschwören. Worte, die uns zueinander bringen und uns als Gemeinschaft beschreiben. Die das Verbindende vor das Trennende stellen, die unsere Solidarität stärken und nicht unsere Ängste. Die Hoffnung braucht Worte, die nicht nur gedacht werden, sondern laut ausgesprochen, ja hinaus gesungen und gerufen werden. Getragen von Zuversicht, Fröhlichkeit und Mut. Indem wir einander sagen, dass wir es gemeinsam schaffen. Indem wir uns gegenseitig respektieren und ernst nehmen. Indem wir uns Mut zusprechen und Vertrauen auf das Bessere hin geben mit der Kraft der Menschlichkeit.

Obwohl soviel von Tod, Krankheit und Gefahr die Rede ist, möge unsere Hoffnung Worte bekommen.

UNSERE HOFFNUNG MÖGE KRAFT BEKOMMEN…

… indem wir ihr Raum geben und sie einziehen lassen in unsere Wohnungen, in unsere Familien und in unsere Seelen. Wenn wir nicht glauben, dass wir es schaffen, wird es uns auch nicht gelingen, und wir sind diejenigen, die der Hoffnung Leben einhauchen. Sie bekommt Kraft durch uns Menschen: durch unsere Worte, Hände und Füße, durch unsere Phantasie und unseren Glauben daran, dass wir guter Hoffnung sein dürfen. Wir sollten nicht müde werden, auch in den widrigsten Umständen an das Gute zu glauben und die Hoffnung nicht zu verlieren.

HOFFNUNG FÜR WEIHNACHTEN

Widrige Umstände. Müde Füße. Erschöpfte Hände. Keine Kraft mehr. Und ohne Plan, wie das gehen soll. Das ist übrigens das, was Weihnachten ist. 

Maria, die nach einer langen Reise nirgendwo mir ihrem Mann Unterschlupf fand. Deren Beine schwer waren und deren Sorge vermutlich noch schwerer.

Man kann nur erahnen, wie es ihr damals gegangen sein mag. Unter diesen Umständen, ohne Perspektive, weit weg von daheim, zurückgewiesen und ignoriert, menschenunwürdig behandelt und allein gelassen.

Dieses „Weihnachten“ ist nicht 2000 Jahre her, es ist mitten unter uns.

Ein Blick nach Kara Tepe auf Lesbos und ich sehe: die Problematik ist größer denn je.

Hoffnung allein reicht nicht aus.

Kerstin Bamminger

Unsere Hoffnung braucht Phantasie, Hände, Füße, Worte und vor allem Kraft, was bedeutet: wir werden uns anstrengen müssen. Wie bei einer Geburt. Hoffnung ist gut und wichtig und wir brauchen sie. Und dann brauchen wir noch uns. 

Lasst uns Mensch werden. 
Lasst uns Hoffnung säen.
Lasst uns hinschauen, zupacken und aufeinander zugehen.
In jeder unserer Familien. Und in gar nicht so fernen Flüchtlingslagern.
Gott hat den Anfang gemacht.
Seine Hoffnung in die Menschheit hat Hand und Fuß bekommen.
Lasst uns daran denken.
Nicht nur zu Weihnachten. Aber da ganz besonders.

P.S. die Inspiration zu diesem Text bekam ich durch eine Weihnachtskarte des Bildungszentrum St.Benedikt in Seitenstetten, für die ich im Februar 2021- HOFFENTLICH – ein Beziehungsseminar gestalten darf. 


Liebe Leserin! Lieber Leser!

Ich wünsche dir herzerwärmende Momente und viel HOFFNUNG für die Feiertage!
Schreib mir doch, wo und wie DU die Hoffnung dieser Tage spüren konntest, oder was DU dazu getan hast,
der Hoffnung Flügel zu verleihen?! Das Gute ist nah!
Lass es sichtbar werden in den Kommentaren 😉

3 Punkte für das Leben

3 Punkte für das Leben

Erstens kommt es anders. Und zweitens als man denkt. Das hat uns dieses Jahr 2020 wohl jedenfalls gelernt. Und trotzdem schallt es von überall: „Kontrolle zurückgewinnen“, als wäre das Leben ein einfacher Bauplan, den man stupide befolgen muss.

3 Punkte, warum ich gar keine Kontrolle haben will und welcher Teil von mir sich freut, wenn uns das Leben überlistet, liest du heute hier.

DER MONK IN UNS

Ordnung ist das halbe Leben. Wer in Jogginghose herum läuft, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Man braucht einen Plan. Sätze wie diese kennt wohl jeder von uns in solcher oder ähnlicher Form, und sie machen uns glauben, es – und zwar ALLES – liege in unserer Hand.

Wenn wir stets alle Regeln befolgen, wenn wir Checklisten schreiben, uns einfach mal richtig anstrengen, akribisch vorausplanen, Termine ineinander schachteln oder Zeitpläne erstellen, blüht das organisatorische Herz auf. Wir fühlen uns gut, weil wir bestimmen können, es ist angenehm, zu wissen, was morgen, übermorgen und irgendwann ist oder eintreffen wird und wir bekommen Orientierung im Alltag.

Der kleine Monk in uns macht Luftsprünge.

HERR UND FRAU DER LAGE

Wenn Dinge dann wie geplant ablaufen, wenn Termine wie gewünscht stattfinden, wir die ersehnten Freundinnen treffen, Urlaub machen, Veranstaltungen besuchen können, wenn wir unsere To-Dos in der geschätzten Zeit erledigt haben, das Geld der Firma rechtzeitig am Konto eintrudelt und wir uns auf die Annehmlichkeiten des täglichen Lebens verlassen können, dann haben wir auch das Gefühl: wir haben alles im Griff. Wir bringen es auf die Reihe. Wir sind Herr oder Frau der Lage. Doch es ist eine trügerische Illusion.

DIE UNVORHERSEHBARKEIT DES LEBENS

Denn längst ist nicht alles kontrollierbar, planbar und unserem Willen unterlegen, auch wenn wir uns noch so anstrengen. Ich hab das zum Beispiel besonders gut gelernt, als ich bei allen drei Kindern weit über den errechneten Geburtstermin hinaus auf das Baby gewartet hab. Wenn ich es super-eilig hatte und dann an der Supermarktkassa wieder die langsamste und längste Schlange erwischte. Als sich unser jüngstes Kind in die Familie eingeladen hat, ohne vorher zu Fragen (Der war damals schon ein Wesen mit starkem Willen!). Wenn liebe Menschen viel zu Früh aus dem Leben schieden und andere gefühlt ewig nicht „gehen durften“. Die Unvorhersehbarkeit des Lebens ist nicht immer, aber oft eine leidvolle Angelegenheit.

Warum ich dennoch niemals absolute Kontrolle über mein Leben haben möchte, kann ich recht gut in drei Punkten zusammenfassen. 

PUNKT 1: ICH LIEBE ÜBERRASCHUNGEN

Egal wie, was, wann oder wo: ich mag gern, wenn ich vom Leben überrascht werde. Eine Freundin, die unangekündigt vor der Tür steht, ein nettes Gespräch am Parkplatz mit einer lieben Bekannten, eine Weihnachtskarte mit der ich nicht gerechnet hab, schöne Blumen von meinem Mann, einfach so (Schatz, das ist kein Wink mit dem Zaunpfahl.), weil Valentinstag kann jeder. Nur kurz bei Freunden reingehen und dann bis früh morgens versumpfen. Am Berg plötzlich vom nächsten Gipfel wunderbaren, mehrstimmigen Gesang hören. Kannste nicht planen.

Ein Leben unter absoluter Kontrolle würde für mich heißen, dass jede Spontanität verloren geht und da ist mir ein bisschen Chaos allemal lieber.

PUNKT 2: KEINE FEHLER, KEINE ENTWICKLUNG

Super Kontrolle würde heißen, dass wir keine Fehler mehr machen, denn: wer plant denn schon ein, den falschen Treibstoff zu tanken, einen wichtigen Termin zu vergessen oder beim Geschenke einpacken vom Kind erwischt zu werden. Kein Kind würde mehr ungeplant geboren werden, Haustiere würden nicht überfahren werden, und auch Ibiza würde heute noch immer einfach eine Partyinsel für uns Österreicherinnen sein. Auch wenn das oft mit unangenehmen Folgen zusammenhängt ist es doch so (und wer mich kennt, weiß das vermutlich schon): jeder Fehler ist eine ERFAHRUNG. Erfahrungen lassen uns wachsen und reifen, sie lernen uns was über das Leben und wenn wir nur ein bisschen wollen, merken wir, das Leben führt uns. Und nicht umgekehrt.

PUNKT 3: FREIHEIT ÜBER SICHERHEIT

Kontrolle hat (nicht nur in Bezug auf kleine, fiese Viren) immer auch mit der Einschränkung von Freiheit zu tun. Weil Kontrolle uns vor allem eins geben soll und kann: Sicherheit. Doch Abläufe, Dinge oder Menschen kontrollieren zu wollen kann auch sehr schnell zwanghaft werden und wer Mr. Monk kennt, der weiß, dass zwanghaftes Verhalten gar nicht gut ist. Egal wen es betrifft. Es handelt sich um eine psychische Erkrankung, etwas, das viel Leid schafft für die Betroffenen. Ja, oft haben wir ein angenehmes Gefühl, wenn Dinge wie am Schnürchen klappen, wenn alles hinhaut und funktioniert. Doch das geht nur, wenn das Leben mitspielt und das Leben – DAS haben wir nicht in der Hand. „Wer die Freiheit riskiert um Sicherheit zu erreichen, wird letztlich beides verlieren“, lautet ein bekanntes Zitat von Benjamin Franklin. Ich übersetze das für mich: lieber etwas Unsicherheit haben als völlige Kontrolle.

IRGENDWAS DAZWISCHEN

Es gibt zu diesen Themen wahrscheinlich so viele Meinungen wie Sandkörner am Strand. Weil es auch mit uns Menschen in unserer Unterschiedlichkeit zu tun hat, wie wir damit umgehen können. Ja, die Natur mag uns wild und ungezähmt erscheinen, zumindest noch mancherorts, doch in jeder Zelle herrscht peinliche Ordnung, denn wenn diese Ordnung verloren geht, nennt man das zum Beispiel Krebs. Wir brauchen ein Zwischending

… zwischen perfektem Plan und überraschendem Zufall,
zwischen tollpatschigem Stümpern und hochwissenschaftlichem Fortschritt,
zwischen grenzenloser Freiheit und zwanghafter Sicherheit

Und vor allem täte uns, glaub ich, ein bisschen Demut vor dem Leben gut. 
Die Überzeugung, dass wir nicht alles kontrollieren werden und müssen. 
Und vor allem die Freiheit, andere Meinungen zu hören, zu respektieren und darüber zu reden.

Über das Verbindende. Bei so viel Trennendem, das wir gerade erleben.

Abschlussfrage: Wo siehst du dich, in einer Zahl zwischen 1 und 10 gesprochen?
Wenn 0 „Zwanghafte Kontrolle“ bedeutet und 10 „Absolutes Vertrauen“…. schreib einfach die Zahl in die Kommentare 😉


Es fällt dir schwer, Kontrolle abzugeben und Vertrauen ins Leben? 
Das hat oft mit persönlichen Ängsten zu tun und Ängste sind eins meiner Lieblingsfelder in der Beratung.
Lass uns deiner Angst gemeinsam zu Leibe rücken!

Termin jetzt vereinbaren!

Kommentar schreibenKommentare: 6

  • #1Jolanda (Freitag, 18 Dezember 2020 13:59)8-10 je nach Stimmung �

    Ich habe einmal folgenden Spruch gelesen:
    Willst du Gott zum Lachen bringen, erzähl ihm von deinen Plänen. (Sufi Weisheit)

    Und nach diesem turbulenten, chaotischen und doch wieder schönen Jahr, bekommt dieser Spruch für unsere Familie, eine ganz besondere Bedeutung ❤️
  • #2Judith St. aus Edt/Lambach (Freitag, 18 Dezember 2020 14:55)Ich sehe mich mittendrinnen…
    Bin gern selbsr organisiert und es macht mich verrückt, wenn mein direktes Umfeld dies komplett gegensätzlich lebt �… hier darf ich noch einiges an Toleranz lernen…

    Toller Text Kerstin – wie immer aus dem Leben gegriffen! ❤️
  • #3John Lennon � (Freitag, 18 Dezember 2020 16:27)You may say I’m a dreamer, but I’m not the only 10
  • #4Tina (Freitag, 18 Dezember 2020 16:41)Liebe Kerstin, da schreibe ich mühsam einen holprigen Text an mein Team zum Jahresschluss und dann kommt dein Bloeintrag und spricht mir ganz aus Herz, Hirn und Seele….. ich hoffe ich darf diese tollen Worte weitergeben und natürlich deinen Namen darunterschreiben…viele vom Team kennen dich ja 😉
    Ich habe soooo viel gelernt in diesem Jahr, nämlich genausoviel wie in den Jahren davor auch 😉
    Ach ja, 7 🙂
    Und mein Wort des Jahres ist “Team“ und hat ganz viel mit C…… zu tun, aber doch wieder auch nicht.
    DANKE für deine Worte und Gedanken die du teilst!!!
  • #5Kerstin Bamminger (maybe Yoko Ono) (Samstag, 19 Dezember 2020 15:25)@Jolanda: ich lieb diesen Spruch auch! Alles Liebe dir und deiner Familie!

    @Judith: wir lernen nie aus, und das Leben serviert uns halt Menschen und Möglichkeiten, die das entstehen lassen – auch wenn wir es oft mies finden.

    @John Lennon – what an honor to have you here …. 😉
    I hope some day most people join us … and the world will live as one. 🙂

    @Tina: schön, wenn ich dich mit meinen Worten berührt hab – ich find 7 super 😉 Lg an das Team, ich freu mich, dass du den Text weiter gibst!!
  • #6xx (Samstag, 19 Dezember 2020 19:53)3
  • #7
Plötzlich MAMA – aus Überzeugung

Plötzlich MAMA – aus Überzeugung

Das wird heute etwas persönlicher. Ich bin seit gut 16 Jahren Mama und hab 39 Jahre Erfahrung mit Mutterschaft. Bei drei Kindern erlaube ich mir, die Jahre zu addieren, da man mit drei auch dreimal so viel lernt. Der Eintritt in das Eltern-Universum war, denk ich, einer der prägendsten Abschnitte meines Lebens und mit Sicherheit die Phase, wo ich mit am meisten über das Leben gelernt hab. 

Wie ich das erlebt hab, welche Sätze und Bilder ich von Mutterschaft im Kopf hatte und was mir damals gefehlt hat, darum geht’s heute hier.

WUNSCHKIND AUF BESTELLUNG

Ich war süße 23 Jahre als wir – Christian & ich – uns ganz bewusst entschieden: wir möchten zusammen ein Baby bekommen. Ein paar Minuten nach Mitternacht, auf einer tief verschneiten und völlig kitschig idyllischen Alm im Salzkammergut, Feuerwerkskörper über uns und (… ja …) leicht angeduselt von einer sehr lustigen Silvesterparty trafen wir eine der bedeutendsten Entscheidungen unseres Lebens. Ich hatte noch exakt 5 Pillen in der damaligen Monatspackung zum Verhüten und da mein Körper funktionierte wie ein „Glöckerl“ ließ das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten nicht lang auf sich warten.

MIR MACHT KEINER WAS VOR

Wir waren schon vorher umzingelt von Babys: in Familie und Freundeskreis gab es einen regelrechten Boom und so waren wir nicht nur in guter Gesellschaft, sondern glaubten uns auch bestens auszukennen, wir sahen ja „hautnah“ wie es sich so lebt mit Säuglingen. Dass man IMMER, auch als nachstehende Person nur wenige Facetten von Elternschaft miterlebt, war mir damals keinesfalls bewusst. Im Gegenteil: wir glaubten, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und hatten (wie vielleicht alle Erstlingseltern) kluge Sprüche auf Lager und feste Ideen im Kopf, wie wir das mal machen würden und vor allem: so blöd und umständlich würden WIR uns sicher nicht anstellen, wie wir das manchmal bei anderen beobachteten. Wir wussten: wir haben’s voll drauf. Ich: vier jüngere Schwestern (miterlebt), pädagogische Ausbildung, Freundinnen mit Säuglingen wo ich hinsah – es war klar: mir macht hier keiner was vor … I have seen it all.

JUGENDLICHE LEICHTIGKEIT

Dass Schwangerschaft keine Krankheit ist, würde ich heute noch sagen, doch meinem Wunsch mich nicht so läppisch zu bewegen, umständlich aufzustehen und breitbeinig daher zu watscheln durfte ich selbst in meinem zarten Alter bald ad acta legen. Ich fühlte mich im letzten Drittel wie achtzig und wär da nicht ein starker Mann an meiner Seite gewesen, hätte es wohl einen Kran gebraucht um mich abends von der Couch hoch zu hieven. Tapfer ging ich zur Schwangerschaftsgymnastik. der Geburtsvorbereitungskurs mit dem werdenden Vater: obligat.

Dammmassage kam mir irgendwie nützlich vor obwohl es die Hölle war und unreflektiert Globuli eingenommen hab ich dann auch noch. Jugendliche Unwissenheit par excellence. Was auch ein Vorteil war, denn genau so locker und lässig ging ich auf die Geburt zu, ohne große Erwartungen, es wird schon gut gehen, kein sorgenvoller Kopf um das Thema. Daran war sicher auch mein Alter „schuld“.

NEUGEBORENE MUTTER

Dann war er da: der Moment, wo die Geburt sich ankündigte. Wehen, eine ganze Nacht lang, dann irgendwann Blasensprung und morgens durften wir endlich unser kleines, großes Wunder in den Armen halten. Ich war gesegnet, weil ich gleich Glücksgefühle empfinden konnte, auch große Erleichterung, dass alles so harmonisch abgelaufen ist – weil ich mich fallen lassen konnte, auf meinen Körper und mein Baby vertraut habe und mich der natürlichsten und zugleich faszinierendsten Sache der Welt hingegeben hatte: der Geburt neuen Lebens.

Was danach kam war in vielerlei Hinsicht das, was ich mir vorgestellt hatte, doch da war noch so viel mehr von dem ich keine Ahnung hatte. Wie auch? Ich war zum ersten Mal Mutter. Und es gibt da einen schlauen Spruch, der besagt: „Geboren wird nicht nur das Kind durch die Mutter. Sondern auch die Mutter durch das Kind!

ICH BIN EINE MUTTER, HOLT MICH HIER RAUS

Der erste Verdacht, dass ich vermutlich noch nicht alles wusste, kam schon bei der Entlassung in der Klinik, wo mir die wunderbaren Schwestern ein „schönes Wochenbett“ wünschten und ich mir nur dachte:

WO sind die dagegen gelaufen?

WAS soll an meiner aktuellen Situation bitte schön sein?

WIE meinen die das überhaupt?

Ich fühlte mich wie dreimal durch den Fleischwolf gedreht, hatte immer noch Bauchmuskelkater von den Presswehen, meine Brüste waren schon nach drei Tagen stillen wund und mit dem langen Stehen und Gehen hatte ich so meine Mühen. Ich schwitzte wie ein Schwein und meine inneren Organe suchten vergeblich nach dem rechten Platz. Das merkte ich auch, als ich „nur schnell“ auf dem Heimweg vom Krankenhaus in ein großes Geschäft lief um dort (Achtung, schickes Wort) Brustwarzenschoner zu kaufen. „Schnell“ ging da leider gar nix, ich lief wie auf rohen Eiern und der Lärm dort samt Beschallung aus den Lautsprechern brachte mich fast um den Verstand. Gut gemeint waren wir gleich einer Esseneinladung gefolgt und ließen uns bei Schwiegermami verköstigen, doch ich spürte schon: ich will eigentlich nur heim. Holt mich bitte hier raus!

EINMAL DURCH SONNE UND MOND UND RETOUR

„Stell dich doch nicht so an! Das war doch nur eine Geburt! So viele Frauen haben das schon erlebt und machen auch keinen Markt darum herum! Du bist doch jung und fit! Was sagen denn da andere?“

Solche und ähnliche Sätze kreisten in meinem Kopf, weil ich schlicht und einfach NULL vorbereitet war darauf, was in den ersten Tagen und Wochen nach einer Geburt so abgeht: kein Plan, was Wochenbett bedeutet und was mit meinem eigenen Körper so passiert, kein Plan, wie ich nun wissen soll, was so ein Neugeborenes jetzt braucht wenn es schreit? (Die Aussagen, “ …das hörst du doch als Mama, was es will!“ waren wenig hilfreich, denn NEIN, das hört man NICHT!!! Zumindest nicht am Anfang!!!). Und dass auch Alltag und Partnerschaft einmal durchs Universum katapultiert werden, hat mir auch keiner so genau mitgeteilt. 

RESTRISIKO NAMENS LEBEN

Die Natur reagiert natürlich prompt und hat auch immer recht und so kam eine Brustentzündung um mich mal ein paar Tage wirklich ans Bett zu fesseln, damit ich endlich Ruhe gab und realisierte: das hier ist eine echte Veränderung. Hmmm. Doch alles nicht ganz so leicht, wie gedacht. Was ich aber gelernt hab und mit jedem Tag besser verstand: das Leben hat seine eigenen Pläne und die stimmen oft nicht mit dem überein, was wir uns so vorstellen. Wenn man lernt, mit zu gehen und die Botschaften, Signale und Zeichen richtig zu interpretieren, dann hat man ein gutes Stück gewonnen. Und: Eltern sein ist etwas, was man nicht am ersten Tag können muss. Man lernt es. Jeden Tag ein kleines Bisschen mehr. Und wirklich 100%ig verstehen werd ich es wohl nie, wenn ich auch noch so viele Kurse und Workshops anbiete, Bücher lese und mir schlaue Vorträge anhöre. Es bleibt immer ein Restrisiko namens LEBEN, das ab und zu das Ruder in die Hand nimmt. Gott sei Dank für uns alle – es wär ja sonst fad.

WISSEN, DAS MÜTTER STÄRKT

Nichts desto Trotz habe ich viel gelernt und mich ausgiebig mit dem Start ins MAMAleben befasst und bemerkt: hey, ich bin gar nicht die einzige, die so wenig „Insiderwissen“ hatte. Das geht wohl vielen Müttern so. Aus diesem Grund entstand vor über 6 Jahren „Plötzlich MAMA!“

Nicht, weil man in einem Kurs alles über Elternschaft lernen kann, denn das geht niemals. Aber man kann sich vorbereiten, man kann diese besondere und sensible Zeit bewusster angehen als ich damals und vor allem ist es unsere Pflicht als Frauen uns gegenseitig besser zu stärken und so wertvolles Wissen auf eine bessere Art als mit „RatSCHLÄGEN“ weiter zu geben. Wir brauchen eine kleine Müttermafia, dachte ich, wo wir zusammenhalten und uns statt unter Druck zu setzen von Fehlern lernen und uns gegenseitig unterstützen. Es ist ein Teilhaben lassen, ein bewusst werden, ein „Ein-bisschen-genauer-Verstehen“. Eine Hinbewegung zu sich selbst und eine Demutsübung gegenüber dem Leben. 

PLÖTZLICH MAMA AUS ÜBERZEUGUNG

Ich hatte Glück. Das Leben hat uns noch zwei weitere Kinder geschenkt und vieles, was ich beim ersten Kind gebraucht hätte oder mir unbekannt war, konnte ich bei den Jüngeren besser leben und mit mehr Leichtigkeit und bewusster angehen. Voll Freude gebe ich schon seit Jahren live – und seit HEUTE ONLINE – mein Wissen in diesem Bereich weiter. Für alle Mamas, die das erste Kind bekommen. Weil Elternbildung schon vor der Geburt anfängt und einen geschmeidigeren Start in den neuen Lebensabschnitt ermöglicht. Davon bin ich überzeugt. 

Was hat dich am meisten überrascht beim MAMA-werden? Erzähl doch mal in den Kommentaren!


DU ….

  • bekommst bald dein erstes Kind oder
  • kennst eine Frau, die bald Mutter wird?
Plötzlich Eltern! - Onlinekurs von Kerstin Bamminger

PLÖTZLICH ELTERN!

Mit Teamgeist das erste Jahr meistern!


Hol dir jetzt diese wertvolle Vorbereitung auf das Abenteuer deines Lebens: das Eltern sein!
Und profitiere von Anfang an von meinen Erfahrungen als Pädagogin und 3-fach Mama und der Expertise einer wunderbaren Hebamme, Pia Waldenberger!

Wo das kleine Glück zu finden ist

Wo das kleine Glück zu finden ist

Leichtigkeit, Freude, Stimmungshoch, Zufriedenheitsgefühle, Erfolgshochs …. manche dieser Dinge sind ja zur Zeit Mangelware oder zumindest teilweise schwer erhältlich. Ja, viele Dinge, die uns lieb sind, können und sollen wir derzeit nicht tun – um das große Ganze zu schützen, was für mich vor allem heißt: das Personal in den Krankenhäusern.

Dennoch gibt es Möglichkeiten, das kleine Glück zu finden, mit einfachen Dingen, die auch jetzt umsetzbar sind und hier und heute hab ich ein paar für dich zusammengepackt.

GLÜCK AUF REZEPT

Du hast bestimmt schon manche dieser Begriffe gehört: Dopamin, Noradrenalin, Serotonin, Oxytocin oder Endorphine – sie gehören wie einige weitere zu der Gruppe der „Glückshormone“, wie sie umgangssprachlich genannt werden. Allesamt sind sie Botenstoffe oder Neurotransmitter, die im menschlichen Gehirn dafür sorgen, dass Wohlbefinden oder eben Glücksgefühle hervorgerufen werden können. Sie haben durchaus unterschiedliche Wirkungen: von stimulierend über entspannend bis schmerzlindernd kann alles dabei sein.

Unterm Strich sind sie jedenfalls wichtig und gut für uns und das Beste ist, man bekommt sie auf Rezept.

LEICHTIKEIT DES SEINS

Nein, nicht in einer Apotheke, sondern sozusagen nach „Art des Hauses“. Weil – so, wie ich das verstehe – diese Botenstoffe ausgeschüttet werden, wenn ganz bestimmte Dinge passieren oder Handlungen vorgenommen werden. Egal, ob man will oder nicht! Das Gehirn lässt sich sozusagen hier ziemlich leicht steuern bzw. man kann es nicht täuschen. Weil es so funktioniert: streichle über Haut und mach das ein wenig liebevoll: zack, ist das Oxytocin am Start, kannst du gar nix dagegen machen. Ist doch toll, oder? Überleg doch mal: was sind die glücklichsten Augenblicke deines Lebens? Für mich definitiv die, wenn ich mich geliebt fühle, eine Aufgabe abgeschlossen hab, wenn ich mit Menschen zusammen lachen kann und die Leichtigkeit des Seins spüre, wenn ich mich bewegen kann und draußen unter der Sonne Mutter Natur genieße.

SCHLAUE FÜCHSIN statt EINFÄLTIGER ENTE

Wenn es gut läuft, serviert uns das Leben diese Dinge automatisch. Alles fühlt sich gut an und „flutscht“, wir brauchen uns nicht groß anzustrengen und die netten Momente fallen einfach vom Himmel. Immer wieder im Leben ist es allerdings so, dass wir uns bewusster und gezielter darum kümmern dürfen – so wie jetzt eben, wo so viele kleine Freuden einfach nicht erlaubt sind oder Sinn machen: in ein feines Restaurant gehen, ausgelassene Mädelsabende, beflügelnde Wochenendtrips oder Skifahren: das fehlt mir ganz persönlich grad sehr. Dem Himmel sei Dank sind wir jedoch keine einfältigen Enten, sondern schlaue Füchsinnen und können uns selbst ein wenig raus helfen.

PUSH THE BUTTON

Aber, wie jetzt!? Nun, das hab ich jetzt für dich zusammengeschrieben, angeregt von einem Posting der letzten Tage, wie man sich selbst das kleine Glück „beschaffen“ kann. Jedes der unten genannten Glückshormone hat eine andere Aufgabe und Wirkung, die wir für uns nützen können. Also folgen nun kurze Erklärungen, was diese bei uns auslösen und wie du – auch jetzt – dafür sorgen kannst, dass dein Gehirn sie ausschüttet. Glück auf Knopfdruck, also.

SEROTONIN – Stimmung

Zu den bekanntesten Wirkungen des Serotonins auf das Zentralnervensystem zählen seine Auswirkungen auf die Stimmungslage. Es gibt uns das Gefühl der Gelassenheit, inneren Ruhe und Zufriedenheit. Dabei dämpft es eine ganze Reihe unterschiedlicher Gefühlszustände, insbesondere Angstgefühle, Aggressivität, Kummer und das Hungergefühl.(1)

Was du tun kannst, um die Serotoninausschüttung anzukurbeln:

  • 10 Minuten meditieren 
  • eine Laufrunde drehen
  • Sonnenstrahlen auf die Haut lassen (okay, DAS könnt regional manchmal schwierig werden!)
  • einen Spaziergang machen
  • Bewegung in jeder Form

DOPAMIN – Belohnung

Dopamin ist im Gehirn für die Kommunikation der Nervenzellen zuständig und somit ein Neurotransmitter. In bestimmten „Schaltkreisen“ werden positive Gefühlserlebnisse übermittelt, der sogenannte Belohnungseffekt. Hier wirkt das Glückshormon wie eine längerfristige Motivationssteigerung & Antriebsförderung, außerdem kann es die Durchblutung steigern. 

Was du tun kannst, um die Dopaminausschüttung zu steigern:

  • eine Aufgabe zu Ende bringen
  • Selbstfürsorge (ein Bad nehmen, sich eincremen, eine Tasse Tee und ein Buch, …)
  • etwas Gutes essen und dabei genießen (langsam & achtsam!)
  • einen kleinen Erfolg feiern (z.B. ich hab heute nicht geschimpft!)
  • dir selbst laut sagen, dass du gut genug bist

ENDORPHINE – Schmerzkiller

Sie regeln Empfindungen wie Schmerz und Hunger und stehen auch in der Verbindung mit der Produktion von Sexualhormonen und daher auch *alle Achtung* mitverantwortlich für die Entstehung von Euphorie. Da es auch in Notfallsituationen aktiviert wird, nimmt man an, dass die Endorphinausschüttung der Grund ist, warum oft schwer verletzte Menschen zunächst keine Schmerzen verspüren. Das kann auch bei bestimmten körperlichen Anstrengungen passieren (das sogenannte „Runners High“).

Was du tun kannst, um die Endorphinausschüttung in Gang zu bringen:

  • ein Workout machen 
  • Sex haben
  • eine Komödie ansehen
  • dunkle Schokolade essen
  • blinde Kuh mit den Kindern spielen und sich dabei gegenseitig erschrecken

OXYTOCIN – Liebeshormon

Das Bindungshormon spielt nicht nur bei der Geburt eine wesentliche Rolle, sondern hat ein breites Wirkungsspektrum – es beeinflusst nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind, sondern auch unsere gesamten sozialen Interaktionen bis hin zu unseren Geschlechtspartnern und ist enorm wichtig für den Aufbau von Beziehung und Bindung und es wird durch jegliche Art angenehmen Hautkontakts ausgeschüttet. Es beeinflusst unser Angst- und Fluchtverhalten, hilft bei der Stressregulierung und spielt für das Herzkreislauf System eine wichtige Rolle, wirkt nicht nur schmerzstillend sondern auch Blutdrucksenkend und verbessert die Wundheilung (daher streicheln wir wohl instinktiv Kinder, die sich grad verletzt haben)!

Was du tun kannst, um die Oxytocinausschüttung ins Fließen zu bringen:

  • spiele mit deinem Kind
  • streichle die Haut deines Kindes / Partners / deine eigene
  • eine Runde kuscheln mit viel Haut
  • jemandem ein Kompliment machen
  • eine Umarmung schenken und genießen

HUMOR IST, WENN MAN TROTZDEM LACHT

Und, was noch auf jeden Fall hilfreich ist: LACHEN! Humor ist die Würze des Lebens und was beim Lachen körperlich passiert, gleicht fast einem hormonellen Wunder! Die Stimmung steigt, Schmerzen werden gehemmt, die Abwehrkräfte werden gesteigert und der Stresspegel sinkt. Das kann man nicht nur fühlen, sondern auch biologisch beweisen. Ich halt nicht, aber andere kluge Leute. Nicht zuletzt deshalb gibt es Initiativen wie CliniClowns und RoteNasen Clown Doctors oder Sprichwörter wie „Humor ist die beste Medizin!“.

Lachen hilft, vor allem wenn einem nicht zum Lachen ist, denn so wie bei allen anderen Dingen: du kannst dein Gehirn austricksen und einfach so beide Mundwinkel nach oben ziehen (ein Bleistift zwischen die Lippen und los geht’s!) oder lachen, ein Witzebuch durchschauen oder selbst mal wieder herzhaft blödeln – Kinder mögen das meist unglaublich gern, wenn Erwachsene dieses Register ziehen. Meinen Kids bin ich schon peinlich, doch es funktioniert immer noch.

Also: du musst nicht alles gut finden, was derzeit so in der Welt vor sich geht. Bei weitem nicht. Und, wenn du merkst, du kannst die Geschicke des Planeten nicht allein wenden, dann kümmere dich um DICH: und beschaffe dir ganz bewusst Momente des Glücks. Die Produktion ist in dir und jetzt weißt du auch, welche Knöpfe du drücken kannst, damit sie anspringt. 

Wofür entscheidest du dich heute?

Was aus der Liste oder hast du noch andere Ideen, die du hier teilen magst?!

Schreib gern in die Kommentare!


DU musst nicht alles allein schaffen!
Wir Menschen sind dazu gemacht, uns gegenseitig zu helfen.
Wenn du also zu antriebslos, ideenlos oder planlos bist, wie du das mit der Glücksproduktion anstellen sollst, dann lass dich von mir unterstützen:
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persönlich, telefonisch oder über Videocalls – ich bin für dich da!
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SCHULE … hast du Bedarf?

SCHULE … hast du Bedarf?

Die werden doch nicht wirklich …?! Dachte ich mir bis Samstag Nachmittag, doch nun wird zum zweiten Mal in diesem Jahr den Familien Distance Learning vor den Latz geknallt. Nein, halt! Wer „Bedarf“ hat, kann die Kinder zur Betreuung in die Schule schicken. Nun, dann will ich mal erklären, was Bedarf so ist und meiner Meinung nach rechtfertigt, die Kinder weiterhin zur Schule zu schicken.

AHNUNGSLOSE MÄNNER OHNE KINDER

Es ist Montag und für viele Schülerinnen schon der letzte Schultag der Woche. Ab morgen geht’s – wenn es nach der Meinung der Regierenden geht – wieder zurück zum Distance Learning. „Ihr schafft das schon, reißt euch mal zusammen … “ tönt es zwischen den Zeilen in Richtung Familien und da vor allem Richtung der Frauen und Kinder. Meist aus den Mündern ahnungsloser und kinderloser Männer, die viel zu idyllische Vorstellungen davon haben, was ab morgen wieder in vielen Familien Alltag sein wird.

Man erkennt das deutlich an dem Empfehlungen, die ausgesprochen werden: sie wissen nicht, was sie tun (und sagen).

HOMEOFFICE – IDYLLE

Gemütlich aufstehen, gemeinsam frühstücken und danach gemeinsam an die Arbeit gehen, jedes Kind willig und mit seinen Arbeitsaufträgen vertraut, alle Materialien vorhanden und unmissverständlich aufbereitet. Die Geräte alle top und Internetanschlüsse für alle Personen im Haushalt, ein starkes W-Lan on top. Man arbeitet ruhig und besonnen vor sich hin, die Kinder arbeiten ja auch daheim nach Stundenplan. Arbeitsräume und Spielräume sind wie der Minister empfiehlt, voneinander getrennt und adäquat eingerichtet – schalldicht sowieso, damit sich die Kinder nicht gegenseitig aus der Ruhe bringen können. Selbst ist man, mit ein wenig Glück, auch mit Homeoffice vertraut und profitiert von einer unzerstörbaren Konzentrationsfähigkeit, wenn die Kinder zwischendurch doch mal eine Frage an die greifbare Bezugsperson haben sollten.

KINDER LAUFEN NICHT NEBENBEI

Falls das irgendjemand so erlebt, dann gratuliere. Hier und vielerorts ist das jedenfalls anders. Nicht nur, dass die Kids von vorn herein geknickt sind, weil sie Klassenkolleginnen nicht sehen können, sie schaffen den Umstieg von Arbeitswelt und Entspannungsfeld innerhalb des (vielleicht) eigenen Zimmers oder der Wohnung eher schlecht als recht und sind – je jünger, desto mehr – angewiesen auf die Begleitung von Erwachsen, die – ups, stimmt ja! – eigentlich selbst an ihrer Arbeit sitzen sollten oder wollen. Kinder und auch Schüler laufen nicht nebenbei, zumindest die meiste Zeit nicht – und die Arbeits- und Konzentrationsphasen dazwischen sind definitiv zu kurz, um als Erwachsene daneben genug zu „schaffen“.

FAMILIEN UND IHRE BEDÜRFNISSE

Mal ganz klar: ich erwarte von einem kinderlosen Mann Anfang 30 nicht im geringsten, irgendeine Vorstellung davon zu haben, wie es ist, berufstätig zu sein und gleichzeitig schulpflichtige Kinder zu haben. Er kann es nicht wissen (und leider interessiert es ihn auch nicht die Bohne). Darum bin ich und sind wir als Eltern wieder mal gefragt, selbst Verantwortung zu übernehmen für unsere Kinder. Weil niemand besser weiß, was unsere Kinder brauchen, weil niemand klarer sieht, wie unsere Kinder verzweifeln, weil niemand eindeutiger spürt, welchen Bedarf Familien haben.

DU HAST BEDARF

Und dieser Bedarf, Kinder in Bildungseinrichtungen betreuen zu lassen, fängt nicht erst bei der eigenen Berufstätigkeit an! Bedarf kann man auch aus unterschiedlichsten anderen Gründen haben und so appelliere ich an alle Frauen und Familien da draußen: formuliert euren Bedarf, zeigt ihn! Niemand muss alles allein schaffen! Sprecht die unbequeme Wahrheit aus.

Klar und eindeutig, denn es gibt viele Gründe, Kinder weiter in die Schule zu schicken!

Du hast Bedarf, wenn du …

… deinen Kindern einen örtlichen Wechsel und damit mehr Struktur im Alltag ermöglichen willst.
… du deine Eltern-Kind-Beziehung nicht überlasten willst und nicht erst reagierst, wenn Situationen mehrfach total eskaliert sind.
… neben den unzähligen Rollen, die wir Eltern übernehmen, nicht auch noch Lehrkraft sein kannst.
… du deiner Erwerbsarbeit nachgehen willst oder musst: EGAL, ob das im Homeoffice oder außer Haus ist!! 
… nicht gleichzeitig effektiv arbeiten UND Kinder gut begleiten willst und kannst – denn das geht sich einfach nicht aus, hat nichts mit Engagement oder Willenskraft zu tun, sondern ist schlicht und einfach UNMÖGLICH.
… du daheim nicht ausreichend Raumund ruhige Arbeitsplätze für alle Personen zur Verfügung hast.
… du zuhause nicht ausreichend und passende technische Geräte samt Internetzugang bereitstellen kannst.
… die Bildung deiner Kinder einen hohen Stellenwert hat und du dieses Recht auch einfordern willst.
… du nicht, wie der Bildungsminister empfiehlt, getrennte Arbeits- und Spielräume mit entsprechender Ausstattung zur Verfügung stellen kannst.
… mit der Entscheidung der Regierung nicht einverstanden bist und über die Anmeldung des Bedarfs kundtust, dass wir Schule eben doch brauchen.

Jeder einzelne Grund ist meines Erachtens GRUND GENUG, das Kind weiter zur Bildungseinrichtung zu schicken.

BEGRENZTE MÖGLICHKEITEN 

Wir reden hier nicht darüber, ob wir daheim unsere Kinder zwei Wochen beaufsichtigen können. Hier geht es um Bildung und unsere Haltung dazu. So lange wir mitmachen, wird man so mit Schule verfahren (und mit uns als Familien) und ich mache mir ernsthaft Sorgen um die Zukunft unserer Kinder. Denn, ganz ehrlich: ich bin nicht sicher, ob es vor Weihnachten noch zurück geht und wann dann der nächste Lockdown bevorsteht. Und von Oberstufenschülerinnen haben wir noch gar nicht geredet – die selbst bei TOP-Organisation der Schule an die Grenzen des Online-Unterrichts stoßen und denen bald ganz wichtiges Handwerkszeug für ihre berufliche Zukunft fehlt, weil viel möglich ist, aber längst nicht alles. 

BILDUNG IST KEIN ACCESSOIRE 

Für alle, die sich freuen, die Kinder wieder daheim zu betreuen: wunderbar, ich freu mich mit euch. Meine Erfahrungen und das, was ich in Coachings und Gesprächen erlebe ist allerdings genau das Gegenteil: viele Eltern haben sich schon gefürchtet vor dem, was morgen wieder eintritt. Und ZU VIELE haben nicht mal dringend notwendigen Bedarf gemeldet, sondern Kinder daheim sich selbst überlassen oder die eigene Arbeit hart vernachlässigt. Das darf nicht sein!

Zeigen wir, dass Schule nicht „schöner wohnen“ ist, kein nettes Accessoire, sondern ein „must have“. Wir Familien haben mehr Macht, als wir glauben!

DIE WIRKLICH BEDAUERNSWERTEN

Noch ein Wort zur Schule. Wer mir wirklich Leid tut, sind die Pädagoginnen und Pädagogen, die wieder ins kalte (oder lauwarme) Wasser springen müssen, sich zerfransen zwischen Betreuungspflichten, Online-Unterricht und Arbeitspaketen – und viele von ihnen auch noch: den eigenen Kindern. Es ist unzumutbar und frustrierend, selbst engagierte Lehrkräfte lassen schon vor morgen den Kopf resignierend hängen. Vor allem: weil es vermeidbar gewesen wäre.

FÜR UNSERE KINDER 

Verantwortung übernehmen. Das ist jetzt gefragt. Für die Gesellschaft einerseits im Sinne von Reduzierung von Sozialkontakten, Verzicht auf große Menschenansammlungen und Ähnliches. Aber auch für sich selbst und das familiäre Umfeld und natürlich unsere Kinder. Niemand in Wien kann wissen, was für euch als Familie tragbar ist und was nicht. So lange wir nicht aufbegehren, wenn wir dagegen sind, werden diese Entscheidungen durchgehen. Ihr dürft euch selbst darum kümmern und eure Bedürfnisse ernst nehmen.

Sonst macht es nämlich keiner.

Sorry, heute kein Happy End. Wenn du positive Sätze brauchst, die findest du hier. 😉

Kommentar schreibenKommentare: 3

  • #1Ulrike (Montag, 16 November 2020 15:11)Danke Kerstin für die ehrlichen und auch aufmunternden Worte – und auch wir habe Bedarf weil für unsere Kinder und auch für uns wichtig und richtig ist 🙂
  • #2Julia (Dienstag, 17 November 2020 21:50)Danke Kerstin für deine offenen Worte, die ich jetzt ganz einfach mal auf den Kindergarten umlege..

    Ich bin Mama von einem Kindergartenkind und einer 1,5jährigen.
    Als Karenzmama sein Kind in den Kindergarten zu schicken kommt- so dachte ich noch Sonntagabend- einer Steinigung gleich, „ich bin ja eh daheim.“
    Hatte die ganze Woche daheim eingetaktet; Bastelsachen, Backbücher und Spiele rausgesucht und bin Montagmorgen mit meinem Großen und der Kleinen dabei in den Kindergarten. Wir hatten sogar schon die selbstgebastelten Weihnachtsgeschenke für die Pädagoginnen dabei, denn: man weiß ja nie…
    Dann kam die E-Mail vom Kiga.. […] Kinder im letzten Kindergartenjahr (…) sind eingeladen, die Einrichtung zu besuchen […] Halleluja, denk ich mir, was mach ma jetzt?
    Ich hab dann mit ein paar anderen Mamas und schlussendlich mit unserer (sehr engagierten) Pädagogin und der (auch supertollen) Helferin gesprochen, nachdem ich mir auch Gedanken zum Thema „Bedarf“ gemacht hab..
    1.) Meine Kinder sollen jetzt niemanden treffen, „jeder soziale Kontakt ist einer zu viel“;
    2.) Jeder Tierpark, jedes Hallenbad ist gesperrt, es gibt keine Weihnachtsmärkte und keine Highlights, die den Kids mal die nebeligen Novemberwochen versüßen (abgesehen von den „hausgemachten“);
    3.) Wenn möglich soll ich meine Kinder nicht zum Einkaufen mitnehmen. (Sie aber zeitgleich auch nicht fremdbetreuen lassen… klar.. soll der 5jährige doch endlich mal anfangen, selbstständig auf seine 1,5jährige Schwester aufzupassen…);
    4.) Papa ist beruflich in Italien- corona sei dank gleich zwei Wochen lang, denn wer weiß schon, ob er seinen Beruf in absehbarer Zukunft wieder auf Eis legen muss, wie heuer schon knappe 4 Monate… dann wird‘s mim Hauskredit auch eng!
    Unter all diesen Gesichtspunkten bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mein Sohn jedenfalls BEDARF hat.
    Bedarf an sozialen Kontakten, am Umgang und Spiel mit Gleichaltrigen, Bedarf an SEINEM Schulanfängerjahr, am Kindergarten selbst!
    Denn Kindergarten ist eben nicht nur „Betreuung“, sondern so viel mehr und wir sollten endlich damit aufhören, ihn als Aufbewahrungsanstalt für Kinder überforderter oder fauler Mütter zu sehen!! Die PädagogInnen leisten täglich Großartiges, um unseren Kindern in dieser schwierigen Zeit ein Stück Normalität zu bieten und ich bin extrem dankbar, dass wir sie haben.
  • #3Kerstin Bamminger (Mittwoch, 18 November 2020 08:22)Danke für euer Feedback! Ja, Julia! Das ist natürlich auch im KG gültig! Kinder bekommen in Kindergarten UND Schule viele Dinge, die wir NIEMALS zuhause bieten können – selbst beim besten Willen nicht.
    Ich find es gut, dass du bereit bist, eure Situation so zu reflektieren und eine persönliche Entscheidung zu treffen, die für euch stimmt! Darauf wird es immer ankommen!
    Alles Gute für diese Zeit, die schon mit ein paar Sorgenpaketen mehr bestückt ist!
  • #4Name: *
Zaubersätze für dich

Zaubersätze für dich

Draußen zieht sich alles zusammen. Es wird enger und kälter. Zeit für einen Befreiungsschlag, wie ich finde. Wenn uns scheinbar die Kontrolle entgleitet, tut es gut, das zu kontrollieren, was IMMER in unserer Macht liegt:

Gedanken, Sprache, Haltungen und Handlungen.

Daher hab ich heut für dich im Angebot: ein ganzes Paket an Sätzen, die gut tun. Wenn wir sie als Eltern zu unseren Kindern sagen oder zu uns selbst. Ganz einfach zum Nachdenken, Nachsprechen und sich verzaubern (lassen). Nimm dir, was du brauchen kannst!

BRING ON THE GOOD THOUGHTS

Manchmal bin ich froh, dass niemand, wirklich NIEMAND in meinen Kopf reinschauen kann und hört oder sieht, welche Gedanken da drin herumschwirren. Oder wie viele das sind und dass die nie, oder so gut wie NIE Pause machen. Der Film „Alles steht Kopf“ könnte in meinem Gehirn gedreht worden sein. Da das „Abstellen“ von Gedanken nur mühsam mithilfe von Yoga oder Mediation für mich funktioniert, habe ich mich fest darin geübt, zumindest die „Richtung“ der Gedankenströme vorzugeben. So im Sinn von: wenn schon so viele Gedanken, dann bitte hauptsächlich und mehr von den Guten!

PROGRAMMIER DICH AUF SONNE

„Du bist da, wo deine Gedanken sind. Also schau, dass deine Gedanken da sind, wo du sein möchtest!“ Dieses Zitat in einem WhatApp Status (Quelle leider vergessen) hat mich diese Woche berührt. Weil es so stimmt. Wir schaffen unsere Realität mit unseren Gedanken – denn nicht Menschen, Situationen und Dinge zimmern unsere Welt zusammen, sondern unser Umgang damit, unsere Bewertungen, unsere Haltungen dazu. Nein, das heißt nicht, dass ich alles immer gut finden muss. Doch wir sind evolutionsbedingt immer noch viel zu sehr auf das Negative (Gefahr!) programmiert und brauchen noch viel, viel Übung in positiveren Denkstrukturen. So dass im Kopf öfter die Sonne regiert statt dickem Novembernebel.

DIE AFFEN UND DU

So mach ich hier und heute mal den Anfang und serviere dir frei Haus allgemein gültige Gedanken, die du dir gönnen darfst und Sätze, die Kindern immer wieder gut tun.

Wenn du dir beim Lesen der folgenden Sätze denkst, „… das trifft aber für mich nicht zu!“ oder „Ich kann das nicht über mich sagen!“, dann noch den einen Tipp: diesen Satz nicht nur leise denken, sondern laut sagen. (Du musst es ja nicht während der Videokonferenz tun) 

So überlistest du dein Köpfchen! Jeder Gedanke ist eine Straße im Gehirn und je öfter wir ihn denken, desto besser ist diese Straße ausgebaut. Neue Gedanken sind dann wie Schotterwege und die Affen, die den Straßenbau da oben beaufsichtigen schreien: „Hey, die Straße kennen wir nicht, die ist blöd. Und außerdem langsamer. Wir mögen sie nicht!“

Gott sei Dank bist du der Boss dieser Affen und wenn du neue (positive) Gedanken genau so oft gedacht und gesagt hast wie die alten, lassen sich auch diese Straßen gut „befahren“ und die Affen beruhigen sich. Du musst es nicht mal selbst glauben!

Es funktioniert trotzdem! Und mal ganz ehrlich: einen Versuch ist es wert, denn schlechter wird‘s dadurch keines Falls!

GUTE GEDANKEN VON ANFANG AN

Wie wir mit unseren Kindern reden, wird zu ihrer inneren Stimme. Wir bauen die ersten Straßen in ihren Köpfen und können erste Richtungen vorgeben. Worte sind mächtig. Sie prägen die Gedankenwelt unserer Töchter und Söhne und wir können hier so viel Gutes tun. Und auch wenn uns zwischendrin kleine Fehler passieren (die ja dazu gehören), lasst uns so oft wie möglich die Gelegenheit nutzen, sie mit diesen Gedanken zu infizieren.

Ich hab unsere Kinder übrigens befragt, was ich ihrer Meinung nach am öftesten zu ihnen gesagt hab und was ihr Lieblingssatz von mir an sie ist. Sie sind in dieser Auflistung auch enthalten. 😉

  • Ich glaub an dich.
  • Du bist einzigartig und wunderbar.
  • Ich weiß, dass du es schaffst.
  • Ich hab gesehen, wie gut du dich vorbereitet hast – du gibst dein Bestes und das ist gut genug.
  • Es tut mir Leid, weißt du: auch ich mache Fehler.
  • Schön, dass du da bist.
  • Ich merke, dass ist dir wirklich wichtig.
  • Danke, dass du mir aus deiner Welt erzählst.
  • Ich freue mich mit dir.
  • Du machst meinen Tag heller.
  • Das kriegen wir wieder hin.
  • Es ist doch nur Schule, nicht das Leben.
  • Du darfst Fehler machen, so lernst du dazu.
  • Es gibt keine blöden Fragen.
  • Das hast du toll hinbekommen.
  • Es ist schön, dich lachen zu hören.
  • Du hast dir das wirklich verdient.
  • Ich wusste, du traust dich!
  • Das ist so mutig von dir.
  • Schön, dass du dich so in andere Menschen hinein fühlen kannst.
  • Ich traue dir das zu.
  • Meine Tür ist immer für dich offen, bitte komm, wenn du Nähe und Sicherheit brauchst.
  • Du bist klug und stark.
  • Deine Begeisterung für diese Sache lässt mein Herz höher schlagen.
  • Ich sehe, wie sehr du dich bemühst.
  • Deine Ausdauer ist wirklich fabelhaft.
  • Du bist so voller Fantasie und guter Gedanken.
  • Diese Idee von dir mag ich wirklich sehr.
  • Ich bin für dich da.
  • Du bist gut genug.
  • Alles ist gut.
  • Ich lieb dich.

EIN BISSCHEN WELT RETTEN

Eltern sind besonders gefährdet über dem Wohlergehen der eigenen Kinder sich selbst zu vergessen. Mütter vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, sorry to say, liebe Väter. Dabei ist es doch logisch, dass es wichtig ist, dass man selbst funktioniert, wenn man für andere da sein will, sonst sind die auch alle irgendwann auf verlorenem Posten. Sich selbst ernst zu nehmen, sich zu respektieren und für sich zu sorgen ist wichtig und gut. Klar, Eltern sein ist anstrengend und wir Erwachsene können Bedürfnisaufschub eher ertragen als Kinder und das ist auch zu beachten, besonders je jünger die Kinder sind. Und wir sind auch Menschen mit Bedürfnissen. Wir haben Gefühle und Grenzen. Und ein liebevolles Nein zum Kind ist manchmal ein wichtiges Ja zu mir. Es kommt auf die Balance an und in diesem Karussell der Gefühle sitzen wir eben als Familien.

Wir haben alle ein bisschen „Ich will die Welt retten“ in uns. 

Aber es ist o.k., wenn du erst mal nur einen Menschen rettest.

Und es ist o.k., wenn dieser Mensch du selbst bist.

(Spruch von den Machern des weltbesten Kalenders „Ein guter Plan“)

  • Ich bin ein wertvoller Mensch.
  • Meine Gefühle und Bedürfnisse sind richtig.
  • Ich nehme mich ernst und achte auf mich selbst.
  • Ich bin für mich da.
  • Ich lasse los, was schwer ist.
  • Ich öffne mich für das Gute & Leichte.
  • Ich sorge für mich selbst, nur so kann ich später für andere sorgen.
  • Auch wenn noch nicht alle in meiner Umgebung zufrieden gestellt sind, darf ich auf mich schauen.
  • Ich nehme mir rechtzeitig Pausen.
  • Mein Herz ist offen für gute Begegnungen.
  • Sicherheit kann nur in mir drin entstehen.
  • Meine Gesundheit liegt in meinen Händen, ich kann stets was dafür tun.
  • Mein Körper ist mein Tempel, ich behandle ihn gut.
  • Ich hole mir Hilfe, wenn ich sie brauche.
  • Alles was mir in meinem Leben widerfährt, dient meinem persönlichen Fortschritt.
  • Ich bin auf der Welt um zu leben, wachsen und aufzublühen.
  • Ich bin gelassen und nehme das Leben, wie es kommt.
  • Meine Dankbarkeit zeige ich und spreche sie auch aus.
  • Ich bin zuversichtlich und vertraue dem Leben.
  • Das Leben meint es gut mit mir, ich bin gehalten und getragen.
  • Ich weiß, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin, das Richtige sag und das Richtige tu.
  • Und alles ist gut.
  • Alles ist gut.

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Es ist eine Spezialität von mir, Menschen in oder vor herausfordernden Situationen 

(Konfliktgespräche, Verhandlungsgespräche, Elterngespräche in Schulen,…) ein 
MINDSET

zur Verfügung zu stellen – es ganz individuell zu verfassen.

Wenn du vor einer schwierigen Situation stehst, coache ich dich gern und stärke dich mit guten, passenden Sätzen in deiner Haltung und (wenn erforderlich) auch deiner Sprache, sodass du gelassen die nächste Herausforderung meisterst.

Du könntest so ein bisschen Rückenwind brauchen?

Geht in Zeiten wie diesen auch telefonisch oder per Videotelefonie! Vielfach erprobt und für gut befunden!Das kann ich brauchen!

Kommentar schreibenKommentare: 5

  • #1Gerlinde (Freitag, 13 November 2020 15:25)Hallo Kerstin!
    Danke für all die schönen Sätze und für das Bewusst machen !
  • #2Katrin (Samstag, 14 November 2020 09:07)Ich behandle alle Menschen so, wie ich behandelt werden möchte! Das geht ganz einfach u. Leicht 🙂
    Toll u. Inspirierend geschrieben! Danke liebes Schwesterchen! 🙂
  • #3Alexandra (Samstag, 14 November 2020 21:19)Ich finde: „Die Liebe beginnt immer bei mir…“ voll schön. Um sich daran zu erinnern, dass man die Qualität seiner Beziehungen selbst in der Hand hat… �
  • #4Anna (Sonntag, 15 November 2020 06:32)DankeDankeDanke!
    Mein Mantra lautet ICH BIN DA. ICH BIN FREI.:)
    Glg Anna
  • #5Verena (Sonntag, 15 November 2020 20:55)Danke für die hellen Gedanken in dieser etwas düsteren Zeit!
    „Du kannst nicht beeinflussen, was andere über dich denken. Aber du kannst entscheiden, ob es dich interessiert.“ Dieser Satz schafft für mich Freiheit!